Ein „Cappuccino-Modell“ gegen Altersarmut

KAB mischt sich mit Rentenkonzept in die politische Debatte ein

Auch wenn es so mancher  politischen Partei nicht in ihr Konzept passt, drängt die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) darauf, das Thema Rente zu einem Schwerpunkt des Bundestagswahlkampfs zu machen. Unter dem Motto „Sie planen Deine Altersarmut“ startete sie vor wenigen Tagen im Bistum Limburg eine Kampagne für eine armutsfeste Altersvorsorge. Im Mittelpunkt steht dabei ein eigenes Rentenkonzept – das „Cappuccino-Modell“.

„Viele Arbeitnehmer*innen haben die Sorge, im Alter nicht mehr vom eigenen Geld leben zu können“, stellt Thomas Diekmann (Hochheim), Diözesanvorsitzender der KAB Limburg fest.. „Wird die aktuelle Rentengesetzgebung fortgeschrieben“, so Diekmann weiter, „dann droht das Thema „Altersarmut“ zum festen Bestandteil in Deutschland - einem der reichsten Länder der Welt - zu werden.“

„Prekäre Arbeit und Niedriglöhne führen zu Renten, die zur Existenzsicherung im Alter nicht ausreichen“, erklärt Martin Mohr (Limburg), KAB-Diözesansekretär, „und ein Großteil der Erwerbsminderungsrenten liegen unter Grundsicherungsniveau. Und das sinkende Rentenniveau trägt dazu bei, dass Beschäftigte immer länger in die Rentenversicherung einzahlen müssen, um eine Rente oberhalb der Armutsgrenze zu erreichen“.

"Als Bewegung für soziale Gerechtigkeit wird die KAB sich deshalb in den Wahlkampf einmischen. „Sie planen deine Altersarmut!“ lautet der provokante Titel unserer Kampagne und wir werden zeigen: Wir haben die  Lösung für eine gerechte solidarische Rente für die nächsten Generationen", kündigt der KAB Diözesanvorsitzende Thomas Diekmann an. „Der Bohnenkaffee unseres „Cappuccinomodells“ ist eine solidarische Bürgerversicherung für alle Einwohnerinnen und Einwohner“, erläutert Diekmann. „Sie gewährleistet für alle Anspruchsberechtigten im Rentenalter eine Mindestsicherung unabhängig von der individuellen Erwerbsbiografie“, so der KAB-Diözesanvorsitzende weiter. „.Die Einbeziehung aller Einwohnerinnen und Einwohner und aller Einkünfte in die soziale Sicherung stärkt den sozialen Ausgleich und ist die Basis einer solidarischen Gesellschaft“, erklärt Diekmann.

„Der „Milchkaffee“ des Cappucinomodells, die Arbeitnehmer-Pflichtversicherung ist beitragsorientiert“, beschreibt Martin Mohr. „Wesentliche Prinzipien und Elemente der gesetzlichen Rentenversicherung werden beibehalten. Die Leistungen beruhen auf Beitragszahlungen, d.h. die Höhe und Dauer der Beiträge entscheiden über die spätere Rentenhöhe“, so Mohr weiter. Die Absicherung des Risikos der Erwerbsminderung bleibe erhalten und werde durch den Aufbau der Sockelrente gestärkt. „Die Anrechnung von Erziehungs- und Pflegezeiten wird deutlich erhöht“, macht der KAB-Diözesansekretär deutlich. „Die Finanzierung erfolgt paritätisch aus Beiträgen aus Erwerbsarbeit und Bundesmitteln“, so Mohr. 

„Die betriebliche und private Altersvorsorge stellen dann der „Milchschaum“ des Cappuccinomodells dar“, setzt Thomas Diekmann die Erklärung fort, “und die betriebliche Altersvorsorge muss zum Regelfall werden“.

„Das Rentenmodell der KAB  ist ein Schritt auf dem Weg zu einer Gesellschaft, in der Arbeiten und Leben in Würde und Solidarität im Zentrum steht“, fasst Diekmann zusammen. „Dafür setzt sich die Katholische Arbeitnehmer Bewegung auch in ganz Deutschland ein und sie ist bereit und in der Lage ihren Beitrag als Bewegung für soziale Gerechtigkeit zu leisten.“

In einer Studie hat das Münchener ifo Institut für Wirtschaftsforschung  bestätigt: das Rentenmodell der KAB ist verfassungsgemäß und finanzierbar.

"Wir wollen mit möglichst vielen Bundestagskandidat/innen ins Gespräch kommen," so KAB-Sekretär Martin Mohr. "In KAB- Veranstaltungen, bei Wahlkampfterminen oder anderen Gelegenheiten - wir wollen erfahren, wie die Kandidat*innen zum Rententhema stehen, wie wichtig ihnen die Zukunft unserer sozialen Sicherung ist".

www.sie-planen-deine-altersarmut.de  - dort findet man weiterführende Informationen zum „Cappuccino-Modell“ der KAB. Kontakt und Information auch im KAB-Bezirks- und Diözesanbüro in Limburg, Tel. 0 64 31  99 74 33 (Martin Mohr), E-Mail kab@bistumlimburg.de und im Internet: www.kab-limburg.de


Digitalisierung der Arbeitswelt menschenwürdig gestalten!

 „Digitalisierung der Arbeitswelt menschenwürdig gestalten!“

Viele KAB-Aktive gestalteten Maikundgebung des DGB mit

Limburg, 1. Mai 2017  Unter den über 200 Teilnehmer*innen der DGB-Maikundgebung vor dem Gewerkschaftshaus Limburg fanden sich zahlreiche Mitglieder des KAB-Bezirksverbandes Limburg ein. Im Blick auf „Arbeit 4.0“ gestalteten sie mit großem Erfolg einen Aktionsstand. Redner der KAB war Bezirkssekretär Martin Mohr.

„Wir sind viele. Wir sind eins“. Das diesjährige DGB-Motto, das für eine plurale, tolerante, solidarische und gerechte Gesellschaft wirbt, ist auch für die KAB im Bezirksverband Limburg Auftrag und Identifikation. Auch der Villmarer KAB-Präses Pfarrer Michael Vogt war bei den Teilnehmer*inen der KAB Limburg aktiv dabei. Auch den KAB-Diakon Bernd Hannappel konnte Winfried Oster, Bezirksvorsitzender der KAB Limburg, am Stand und unter den Kundgebungsteilnehmer*innen begrüßen. Das zeigt: Vermeintliche ideologische Gegensätze und Anfeindungen zwischen Kirche und DGB-Gewerkschaften exisitieren nicht. Schon gar nicht zwischen KAB und dem DGB mit seinen Einzelgewerkschaften. Am KAB-Aktionsstand konnte man sich über die die KAB-Initative für eine solidarische Rente und gegen Altersarmut (siehe auch www.sie-planen-deine-altersrmut.de ) informieren, über die Möglichkeiten und Angebote der KAB ins Gespräch kommen oder mit den KAB-Aktiven zwischen Mensch zu Mensch reden.

„Ich schätze euch als solidarische und entschlossene Kämpfer für soziale Gerechtigkeit sehr!“ Das sagte Gerhard Blankenburg als Vorsitzender des DGB-Ortsverbandes Limburg-Weilburg zu Beginn der Reden und Ansprachen, die unter anderem von Dr. Marius Hahn, dem limburger Bürgermeister, Axel Gerntke, dem 1. Bevollmächtigen der IG-Metall Wiesbaden Limburg sowie dem Bezirkssekretär der KAB Limburg gehalten wurden.  

Martin Mohr sprach in seiner Rede:

                                           

Liebe Kolleginnen und Kollegen der DGB-Gewerkschaften und der KAB,

„Wir sind viele. Wir sind eins“. Das diesjährige Motto der DGB-Kundgebung bringt prägnant zum Ausdruck, dass allen Unkenrufen zum Trotz eine gelebte Vielfalt und zugleich Solidarität bei uns in den Gewerkschaften und Arbeitnehmerbewegungen und zwischen ihnen herrscht, die für Solidarität in der Arbeitswelt und der Gesellschaft eintreten.

Für uns als KAB sind zum 1. Mai 2017 die beiden Aspekte wichtig:

1.    Die Digitalisierung der Arbeitswelt muss menschenwürdig gestaltet werden.

2.    Daher muss die Rente vor Armut schützen und solidarisch sein.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, fakt ist doch, dass die Digitalisierung der Arbeitswelt auf Kosten des Verlustes von Arbeitsplätzen vorangetrieben wird. Besonders betroffen sind die Industrie und Verwaltungstätigkeiten im Dienstleistungsbereich, wo durch digitale Arbeitsprozesse immer mehr Arbeitskräfte ersetzen werden. Die

KAB Limburg, sagt Stopp zum Ausschluss von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durch „Industrie 4.0“ im Sinne einer völlig profitorientierten Wirtschaftsweise. 

Wir brauchen daher eine Bildungs- und Arbeitsplatzoffensive!!
Aus- und Weiterbildung müssen stärker gefördert werden, damit keiner durch die fortschreitende Digitalisierung abgehängt wird. Darüber hinaus müssen neue Arbeitsplätze im Umweltschutz und in der Pflege geschaffen werden.

Wir brauchen soziale Sicherheit bei Arbeit 4.0!! Der Ausbau der Digitalisierung gefährdet erreichte Standards im Arbeitsrecht, in der Arbeitssicherheit und in der sozialen Sicherung.. Crowd-Working und IT-Jobs müssen aus der Grauzone der Scheinselbständigkeit befreit und zu Arbeitsverhältnissen mit allen Sozial- und Arbeitsrechten werden. Internet-Arbeit darf kein rechtsfreier Raum ohne Tarifbindung und Mitbestimmung sein. Atypische und prekäre Beschäftigung müssen abgeschafft werden. Faire, existenzsichernde und sozialversicherungspflichtige Löhne und Entlohnungen sind Grundvoraussetzung für eine menschenwürdige Arbeit 4.0. Denn sonst kann man wirklich nur noch sagen: Sie planen deine Altersarmut.“


Wir müssen die Entgrenzung der Arbeit 4.0 stoppen!! Internetarbeit löst die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus sozialen und gesellschaftlichen Strukturen. Arbeit rund um die Uhr, ohne feste Arbeitszeiten, ohne Sonn- und Feiertagschutz und ständiger Bereitschaft und Verfügbarkeit führen zu einer Entgrenzung des Einzelnen, der Familien und in der Folge auch der gesamten Gesellschaft. Gerade aus diesem Grund bauen wir im Schulterschluss mit den Kolleg*innen des DGB, von Ver.di, des DGB, der CDA, des evangelischen Dekantaes Runkel eine Allianz für den freien Sonntag Limburg-Weilburg auf. Am Sonntag bleiben die Geschäfte in Limburg zu!  Bisher hat es die Bundesregierung versäumt, die Ergebnisse des Arbeitsberichts "Arbeit 4.0" umzusetzen. 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, lasst uns die Botschaft des 1. Mai als eine, vielfältige und starke Bewegung nutzen. Wir fordern Politik, Wirtschaft und uns alle in unseren Einflussbereichen auf, endlich menschenwürdige Rahmenbedingungen, soziale und Schutz vor Altersarmut  für Digitale Arbeit festzulegen!

So blickt der KAB-Bezirksverband Limburg kämpferisch und solidarisch an der Seite der von heftigen Ümbrüchen betroffenen Erwerbsarbeitswelt in eine menschenwürdige Zukunft.

Limburg, den 1. Mai 2017

Martin Mohr

Bezirkssekretär der KAB Limburg


Digitalisierung der Arbeitswelt menschenwürdig gestalten!

Foto: www.kab.de

Digitalisierung der Arbeitswelt menschenwürdig gestalten!

In ihrem Mai-Aufruf fordert die KAB Limburg zukunftssichere Rahmenbedingungen für Digitale Arbeit europaweit festzulegen!

Arbeit 4.0 darf nicht zum Ausschluss von Millionen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern führen. Fakt ist, dass die Digitalisierung der Arbeitswelt auf Kosten des Verlustes von Arbeitsplätzen vorangetrieben wird. Besonders betroffen sind die Industrie und Verwaltungstätigkeiten im Dienstleistungsbereich, wo durch digitale Arbeitsprozesse immer mehr Arbeitskräfte ersetzen werden. 

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, Diözesanverband Limburg, sagt Stopp zum Ausschluss von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durch eine völlig profitorientierte Wirtschaftsweise. 

Wir brauchen eine Bildungs- und Arbeitsplatz Offensive!!
Die derzeitigen Strategien stellen die Weichen auf eine Wirtschaft 4.0 und lassen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer allein. Aus- und Weiterbildung müssen stärker gefördert werden, damit keiner durch die fortschreitende Digitalisierung abgehängt wird. Darüber hinaus müssen neue Arbeitsplätze im Umweltschutz und in der Pflege geschaffen werden. 

Wir brauchen soziale Sicherheit bei Arbeit 4.0!! 
Der Ausbau der Digitalisierung gefährdet erreichte Standards im Arbeitsrecht, in der Arbeitssicherheit und in der sozialen Sicherung. Ziel muss die Gestaltung einer menschenwürdigen Arbeit 4.0. sein. Crowd-Working und IT-Jobs müssen aus der Grauzone der Scheinselbständigkeit befreit und zu Arbeitsverhältnissen mit allen Sozial- und Arbeitsrechten werden. Internet-Arbeit darf kein rechtsfreier Raum ohne Tarifbindung und Mitbestimmung sein. Atypische und prekäre Beschäftigung müssen abgeschafft werden. Faire, existenzsichernde und sozialversicherungspflichtige Löhne und Entlohnungen sind Grundvoraussetzung für eine menschenwürdige Arbeit 4.0. 

Die KAB steht für einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von 12 Euro die Stunde!
 

Wir müssen die Entgrenzung der Arbeit 4.0 stoppen!! 
Internetarbeit löst die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus sozialen und gesellschaftlichen Strukturen. Arbeit rund um die Uhr, ohne feste Arbeitszeiten, ohne Sonn- und Feiertagschutz und ständiger Bereitschaft und Verfügbarkeit führen zu einer Entgrenzung des Einzelnen, der Familien und in der Folge auch der gesamten Gesellschaft. Bisher hat es die Bundesregierung versäumt, die Ergebnisse des Arbeitsberichts "Arbeit 4.0" umzusetzen. 

Wir fordern Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften auf, endlich menschenwürdige Rahmenbedingungen für Digitale Arbeit europaweit festzulegen!  


KAB-Diözesanverband Limburg e. V.

Wir freuen uns, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben.

Herzlich Willkommen auf unseren Internet-Seiten!

Wir freuen uns über die Möglichkeit, Ihnen hier unsere Bewegung für soziale Gerechtigkeit näher vorzustellen und Sie mit den Grundsätzen und unserer Arbeit und unseren Zielen vertraut zu machen.

Hier erfahren Sie alles wissenswerte über den Diözesanverband Limburg, den Bezirk Limburg, sowie den Bezirk Rhein-Main.

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Informationen zur Verfügung. Sie lesen im Folgenden unsere aktuellsten politischen Forderungen und Engagements. Werden und seien Sie gerne unser Mitglied!


KAB gegen Rechtspopulismus

Thomas Diekmann, Diözesanvorsitzender der KAB Limburg
Thomas Diekmann, Diözesanvorsitzender der KAB Limburg

KAB gegen Rechtspopulismus

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Diözesanverband Limburg spricht sich unmissverständlich gegen Rechtspopulismus und distanziert sich von der AfD.

Der Diözesanausschuss der KAB Limburg verabschiedete in seiner Sitzung am 2.3. 2017 einstimmig eine Resolution gegen Rechtspopulismus distanziert sich von Parteien wie die „Alternative für Deutschland“ (AfD)

„Als christlicher Sozialverband setzen wir uns aus christlichem Selbstverständnis für Arbeit und Leben in Würde und Solidarität ein“ erläutert Thomas Diekmann, Diözesanvorsitzender der KAB Limburg. „Die Achtung der Menschenrechte und ein menschenfreundlicher Umgang mit allen, unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Sprache, Heimat und Herkunft, Glaubensorientierung, religiöser oder politischer Anschauungen, sexueller Orientierung, körperlicher oder geistiger Verfassung oder wirtschaftlicher Situation, ist für uns selbstverständlich“, führt Diekmann weiter aus.

„Einzelpersonen oder Gruppen, die diese Wertgrundlage durch ihre Haltung oder ihr öffentliches Auftreten in Frage stellen, schließen wir von der Zusammenarbeit mit unserem Verband aus“, so Diekmann weiter. „Insbesondere distanzieren wir uns von der Partei „Alternative für Deutschland (AfD)“ und anderen rechtspopulistischen Parteien und Gruppierungen“, erklärt der KAB-Diözesanvorsitzende unmissverständlich. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen der KAB erhielten Mitgliedern oder Vertreter*innen dieser Partei keine Möglichkeit zur Mitwirkung oder Beteiligung, ist es der Resolution der KAB Limburg zu entnehmen. „Darüber hinaus setzen wir uns gegen menschenverachtender Haltungen und Handlungen und jede Form von Diskriminierung ein“, fasst Diekmann zusammen.

Limburg, den 3.3.2017


Bei der KAB fällt niemand durch das Netz

KAB im Bistum Limburg bietet offenes und vielfältiges Jahresprogramm

Zwischen Bildungsfahrt und politischer Aktion und vom Rhein-Main-Gebiet bis zum Westerwald ist alles dabei

Der christliche Sozialverband Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) bietet in seinem Jahresprogramm 2017 ein auch für Nichtmitglieder offenes Angebot an. Es weist eine Vielfalt an Themen, Formen und Zielen auf, das alle Interessierten und verschiedene Altersgruppen ansprechen soll. Mit Aktionen und Veranstaltungen macht sich die KAB für die Sozialwahlen und ihre Kandidat*innen für die Gremien der sozialen Selbstverwaltung stark. Im Blick auf das Bundestagswahljahr startet die KAB eine Kampagne, um gegen die stark wachsende Altersarmut und mit einem Rentenmodell für eine solidarische Alterssicherung einzutreten. 

Limburg/ Frankfurt/ Region Rhein-Main.
Ein mit zahlreichen Höhepunkten angereichertes Jahresprogramm kann  der Diözesanverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Limburg allen Interessierten bieten. Vom 28.2. bis 05.03.2017 findet in Günne am Möhnesee (Sauerland) eine Seniorenfreizeit mit dem Thema „Alles katholisch oder was“? statt, während die Seniorenbesinnungstage vom 13.bis 15. November 2017 in Hofheim stattfinden. Einen Besinnungstag zum Thema „Gemeinsam Kirche sein“ bietet die „Arbeitnehmerkirche“ der KAB am Samstag, den 25.3.2017 in St. Mariä Himmelfahrt, Frankfurt-Griesheim unter der Leitung des geistlichen Begleiters der KAB Rhein-Main, Pfarrer i. R. Rainer Petrak und dem Leiter der Arbeitnehmerkirche Pfr. Albert Seelbach an. Am 30.08.2017 um 18.00 Uhr veranstaltet die „Arbeitnehmerkirche“ im Haus am Dom, Frankfurt, übrigens ein „Tischparlament“ zu den Bundestagswahlen, mit mehreren Bundestagskandidat*innen aus den Wahlkreisen des Rhein-Main-Gebietes.

Auch die Teilnahme an der 1. Mai-Kundgebung des DGB in Limburg und Frankfurt und am Kreuzfest des Bistums Limburg am 17.September 2017 in Eibingen steht auf dem Programm des christlichen Sozialverbandes, der sich jederzeit über neue Mitglieder freut. „Selbstverständlich ist der KAB-Diözesanverband Limburg am Mittwoch, den 14. Juni 2017 auch mit einem Aktions- und Begegnungsstand unter dem Motto „Feuer und Flamme für gute Arbeit“ auf dem Hessentag vertreten“, erläutert Thomas Diekmann, Vorsitzender des KAB-Diözesanverbandes Limburg.

Ein weiteres Highlight ist die Wanderung auf dem Franziskusweg vom 25.05. – 05.06.2017 von Assisi nach Rom unter der Leitung von Francois Ameloot sowie die traditionelle Wallfahrt des KAB-Diözesanverbandes Limburg am 9.09.2017 nach Marienthal.

„Die diesjährige Kultur- und Begegnungsfahrt der KAB geht vom 24.09. bis 29.9 2017 führt uns nach Frankenberg in Tirol und der Tagesausflug am 10.06.2017 hat den Besuch des Landtages in Wiesbaden mit anschließender Weinprobe in Gau-Odernheim als Ziel“, erläutert Winfried Oster, Erster Stellvertretender Diözesanvorsitzender der KAB Limburg. „In der Adventszeit wird vom 03.12. bis 06.12.2017 eine mehrtägige Fahrt nach Breitengüßbach und mit wunderschönen Zielen in Thüringen und Oberfranken durchgeführt“, verspricht Oster, der die Fahrten der KAB kompetent organisiert und leitet weiter.  

Eine Freizeit für Familien veranstaltet die KAB vom 07. –14.10.2017 an der toskanischen Küste. Für Senioren bietet die KAB eine Herbst-Freizeit vom 18. – 22.09.2017 in Günne am Möhnesee an.

Das Jahresthema der KAB 2017 für die inhaltliche Arbeit steht unter dem Motto "Gut wirtschaften". Hierzu führt die KAB aktuell eine Handy-Sammelaktion durch, damit giftige Schadstoffe nicht ins Ökosystem gelangen und auf die oft menschenunwürdige Arbeitsbedingungen bei der Rohstoffgewinnung aufmerksam zu machen (nähere Informationen hierzu: www.kab.de/themen ).

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung der KAB-Kandidat*innen bei den Sozialwahlen vom 15. April – 31. Mai 2017 für die Kranken-, Pflege-, Renten,- und Unfallversicherung. Gemeinsam mit dem Kolpingwerk und dem Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmer (BVEA) in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) will die KAB mit ihren Kandidat*innen für die Gremien der Sozialen Selbstverwaltung der Versicherungen die Einhaltung der Grundsätze christlicher Sozialethik sicherstellen (Informationen im Internet unter www.aca-online.de ). Hierzu findet am Donnerstag, den 6. April 2017 um 20.00 Uhr im kath. Pfarrheim Limburg-Lindenholzhausen ein Informations- und Diskussionsabend mit dem Titel „Sozialwahlen: Dreifach christlich. Einfach menschlich“ statt. Es referiert Martin Mohr, Diözesansekretär der KAB Limburg, der zugleich Geschäftsführer der ACA Rheinland-Pfalz ist.

Der Bezirkstag der KAB Limburg findet am Samstag, den 18.11.2017 im kath. Pfarrheim Lindenholzhausen statt. Er steht unter dem neuen Vierjahresmotto der KAB „Arbeit.Macht.Sinn“.

Diese Veranstaltungsangebote stehen allen Interessierten, auch Nichtmitgliedern offen. Weitere Informationen und Anmeldungen sind im KAB-Diözesanbüro Limburg, Graupfortstraße 5, 65549 Limburg, unter der Telefonnummer 0 64 31  99 74 21 und unter der E-Mailadresse kab@bistumlimburg.de sowie KAB-Bezirksbüro Rhein-Main im Haus der Volksarbeit, Eschenheimer Anlage 21, 60318 Frankfurt unter der Telefonnummer 0 69  92 88 46 93 und unter der E-Mailadresse info@kabrheinmain.de erhältlich. Aktuelle Informationen zur KAB sind im Internet auf der Homepage www.kab-limburg.de  abrufbar.


Nahles hat keine Haltelinie gegen Altersarmut

Thomas Diekmann
Thomas Diekmann

Frankfurt. "Über die Beseitigung von zukünftiger Altersarmut nachzudenken reicht nicht", betont der Vorsitzende des Diözesanverbandes der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Limburg, Thomas Diekmann mit Blick auf das vorgestellte Gesamtkonzept zur Alterssicherung. Der KAB-Diözesanvorsitzende zeigt sich einmal mehr über die Stellschraubenpolitik in der Rentenpolitik der Bundesregierung enttäuscht.

Einseitig auf Faktor Arbeit fiixiert

"Entscheidend sind neben den Haltelinien bei der Beitrags- oder Rentenhöhe, eine deutliche und nachhaltige Haltelinie gegen Armut im Alter", unterstrich der Diözesanvorsitzende des christlichen Sozialverbandes KAB. Bundessozialministerin Andrea Nahles setze aber weiterhin einseitig auf den Faktor Erwerbsarbeit. Teilzeit- und Niedriglohnbeschäftigte sollen mit einer Solidarrente, die je nach Region zehn Prozent über der Grundsicherung liegt, vor Armut geschützt werden. Die Solidarrente soll nach Plänen der Arbeitsministerin "diejenigen erhalten, die wie im Koalitionsvertrag vereinbart - zunächst 35 Jahre lang, ab 2023 dann 40 Jahre lang Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt haben".

Problem Altersarmut weiterhin ungeklärt

Die KAB und andere katholische Sozialverbände fordern dagegen eine ins gesetzliche Rentensystem eingeführte Sockelrente, die alle Bürgerinnen und Bürger einschließt und unabhängig von der Dauer der Erwerbstätigkeit vor Armut schützt. "Statt einer echten solidarischen Alterssicherung hat Frau Nahles lediglich einen Zuschlag außerhalb des Rentensystem für Geringverdiener in Aussicht gestellt. Damit bleibe eine nachhaltige Lösung gegen Altersarmut weiterhin ungeklärt", so Diekmann. Er unterstrich noch einmal die KAB-Forderung nach Erweiterung der Anrechnung von Kindererziehungszeiten auf die Rente für Mütter, die ihr Kind vor 1992 geboren haben. "Weiterhin sind besonders Frauen aufgrund ihrer Sorge- und Pflegearbeit und ihrer unterbrochenen Erwerbsbiografien sowie der Teilzeitarbeit von Armut im Alter betroffen", so der KAB-Diözesanvorsitzende.

Rentenkonzept der katholischen Verbände als echte Alternative

Ausgehend von dem Titel des Rentenkonzeptes "Wir machen Deutschland stark" (Infos im Internet: www.buendnis-sockelrente.de ) bietet der KAB-Diözesanvorsitzende der Bundesarbeitsministerin an, erneut das solidarische Alterssicherungsmodell der katholischen Verbände mit der Politik zu diskutieren.


Am Sonntag dürfen keine Läden geöffnet werden

Hessischer Verwaltungsgerichtshof entscheidet gegen verkaufsoffenen Sonntag am 23. Oktober in Frankfurt

Am Sonntag dürfen keine Läden geöffnet werden

Frankfurt, 21. Oktober 2016 – Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat in seinem heutigen Urteil der Klage der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Diözesanverband Limburg und der ver.di im Auftrag der „Allianz für den freien Sonntag“ gegen den verkaufsoffenen Sonntag am 23. Oktober in Frankfurt aus Anlass der Buchmesse stattgegeben. Dazu folgende Kommentare:

„Sonntagsschutz heißt Freiheitsschutz! Der Hessische Verwaltungsgerichtshof urteilte mit einer absoluten Klarheit für das Gemeinwohl, für die Gewährleistung des Sonntags als Ruhetag, als verbindlichen und für alle wahrnehmbaren Tag der seelischen Erhebung der Bürgerinnen und Bürger“, erklärt Martin Mohr, Diözesansekretär der KAB: „Es gibt keine sozialethische Begründung und auch keine durch das hessische Ladenöffnungsgesetz begründbare Rechtfertigung für eine Ladenöffnung in Frankfurt anlässlich der Buchmesse. Der Sonntag ist nun mal ein Geschenk des Himmels, ob man das nun religiös deuten mag oder beispielsweise humanistisch oder auf das soziale Miteinander bezogen.“

„Mir ist unverständlich, warum die Stadt Frankfurt die durch zahlreiche Entscheidungen des VGH hinreichend bekannte Rechtslage nicht zur Kenntnis nehmen will und damit bewusst riskiert, dass die Betroffenen immer wieder unter kurzfristigen Änderungen und Absagen leiden müssen“, meint der Leipziger Rechtsanwalt Dr. Friedrich Kühn, der die „Allianz“ in diesem und früheren Verfahren vertrat: „Die Verantwortung dafür liegt ausschließlich bei der Stadt. Die Kurzfristigkeit der Absage geht ebenfalls allein auf das Konto der Stadt. Eine gerichtliche Auseinandersetzung ist erst ab dem Zeitpunkt der Bekanntgabe der Allgemeinverfügung möglich. Wenn die Stadt die Allgemeinverfügung aber erst am 4. Oktober 2016 bekannt gibt, obwohl sie die Öffnung schon lange plant, nimmt sie bewusst und wiederholt zu Lasten der Betroffenen in Kauf, dass eine abschließende Eilentscheidung erst kurz vor dem Öffnungstermin ergeht.“

„Allmählich müssten die hessischen Kommunen verstanden haben, dass es nicht wahlweise jährlich vier verkaufsoffene Sonntage gibt. Das Verwaltungsgericht Frankfurt will sich offenbar zum ‚Hessenmeister‘ beim Ignorieren der höchstrichterlichen Rechtsprechung aufschwingen“, sagt Bernhard Schiederig, Fachbereichsleiter Handel der ver.di Hessen: „Wir können nur hoffen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger daran kein Beispiel für ihren Respekt vor Recht und Gesetz nehmen und den Wert des grundgesetzlich verbriefen Sonntagsschutzes erkennen.“

Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB)
Diözesanverband Limburg e. V.
Bezirksverband Limburg

www.kab-limburg.de

www.aca-rheinland-pfalz.de 

www.sozialpolitik.bistumlimburg.de


„Stopp Ceta&TTIP!"

"Stopp Ceta&TTIP!"

KAB Diözesanverband Limburg demonstrierte in Frankfurt mit großer Beteiligung

Frankfurt. Unter den fast 50.000 Demonstrant*innen aus einer hohen Anzahl von Trägerorganisationen wie die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) waren bei der "Stopp Ceta&TTIP"-Demonstration am 17.9.2016 in Frankfurt auch zahlreiche Frauen und Männer der KAB aus dem Bistum Limburg. Thomas Diekmann, Diözesanvorsitzender der KAB, fand deutliche Worte gegen die geplanten Abkommen. Für die KAB als kapitalismuskritischer christlicher Sozialverband ist Papst Franziskus ein ganz großes Vorbild. Mit seiner Aussage "Diese Wirtschaft tötet!" in seiner Enzyklika "Laudato si" ist er mit der schärfste Ceta&TTIP-Gegner. Auftakt der Demonstration am Frankfurter Opernplatz. Thomas Diekmann, Diözesanvorsitzender der KAB Limburg, eröffnet die Kundgebung auf dem bereits gefüllten Platz und ruft der Menge zu: "Wir sind gegen die Aushöhlung der örtlichen Gerichte, gegen Sonder- und Schiedsgerichte außerhalb unseres bewährten Rechtssystems. Wir sind für den Arbeitnehmerschutz und für den Verbleib der Daseinsvorsorge und zum Beispiel auch der Wasserversorgung in der öffentlichen Hand. Als KAB sind wir absolut gegen die Privatisierung der Grundlage unseres Sozialstaates", so Diekmann. Der Diözesanvorsitzende forderte weiter einen fairen handeln in einer Welt und für die Teilhabe der Länder des Südens am weltweiten Marktgeschehen und gegen die verschärfte Abschottung jener Länder durch Ceta&TTIP. "Wir sind als KAB gegen Ceta und TTIP gleichermaßen, denn sie lassen sich nicht voneinander trennen", führte Diekmann weiter aus, verbunden mit dem Appell: "Wir fordern die Entscheidungsträger im Bund und in den Ländern Europas auf, die Verhandlungen über diese sogenannten Freihandelsabkommen sofort einzustellen, denn wir können auch ohne sie ein gutes Leben für Alle führen." Auf Papst Franziskus zurückzukommen empfahl der KAB-Diözesanvorsitzende die Lektüre der Sozialenzyklika "Laudato si". "Denn Mensch und Gemeinwohl stehen für uns als Christen gleichermaßen im Mittelpunkt, und das muss so bleiben."
Die Rede von Thomas Diekmann finden Sie hier:

Später setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung, durch das Bankenviertel und weiter über die Mainbrücken und wieder zurück zum Opernplatz. Darunter eine große Anzahl von KAB-Mitgliedern aus den Diözesen Würzburg, Fulda, Limburg und Mainz. 320.000 Menschen sind bundesweit zeitgleich auf der Straße und senden damit ein klares Signal an SPD-Parteikonvent und an die EU-Handelsministerkonferenz. Sie kommen aus kirchlichen Verbänden und Initiativen, Gewerkschaften, Umwelt- und Sozialverbänden, aber auch aus den Bereichen Landwirtschaft und Kultur. Viele weitere Netzwerke sind ebenso dabei wie interessierte Bürger. Zurück am Frankfurter Opernplatz spricht auch der dortige Oberbürgermeister. Er stellt sich klar gegen TTIP und CETA, weil Handel zwar wichtig ist, aber andere Regeln braucht. Am lebhaft frequentierten KAB-Informations- und Aktionsstand entwickeln sich engagierte Diskussionen, man bedient sich des themenspezifischen Informationsmateriales, holt sich für seinen Kinder oder Enkelkinder schöne KAB-Luftballons ab. Oder man schreibt am "Haltestellenschild" der KAB, das für die Kampagne "Nachhaltig leben & arbeiten" steht, seine Forderungen auf einen "Fahrplan Gut wirtschaften": "Respekt vor Tier und Umwelt", "keine Überproduktion auf Kosten der Umwelt" oder zum Beispiel auch "kein Abbau von Standards für Arbeitnehmer", war auf dem "Fahrplan" zu lesen. Für diesen gerechten Handel setzt sich die KAB weiter ein vor Ort, aber auch weltweit - und dies gemeinsam mit immer mehr Verbündeten.


Begrüßung Bischof Bätzing

Foto: Bistum Limburg

Lieber Herr Dr. Georg Bätzing,

wir heißen Sie als Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Diözesanverband Limburg, als neuen Bischof sehr herzlich willkommen!

Wir wünschen Ihnen einen guten Start und möchten Sie als "Arbeiterkind" einladen, uns als Kirche in der Arbeitswelt zu stärken.

Sie können mit uns als Verband rechnen, der für den Schutz des arbeitsfreien Sonntags, gegen das Freihandelsabkommen TTIP und z.B. für die Rechte der Arbeitnehmer*innen und Rentner*innen eintritt.


Die Zukunft beginnt mit gemeinsamen Aufbrüchen

Wiesbaden-Naurod.
Im Wilhelm-Kempf-Haus kamen am 7. Juni 2016 Ehren- und Hauptamtliche des KAB-Diözesanverbandes Limburg zusammen, um an der Konkretisierung der Ergebnisse der "Zukunftswerkstatt" zu arbeiten, die am 20.Februar 2016 unter professioneller Moderation durch Peter Weisser vom KAB-Institut für Fortbildung & angewandte Sozialethik (www.kifas.org ) stattfand.

Die drei Handlungsschwerpunkte "Öffentlichkeitsarbeit", "Verbündete" sowie "Jahresaktion" waren Gegenstand der zukunftsorientierten Erarbeitungen.
Hier bitte weiterlesen.



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