Porträt: Diözesanverband KAB wirbt für soziale Gerechtigkeit

Von "A" - wie Arbeitszeugnis bis "Z" - wie Zeitarbeitsverhältnisse. Wer weiß an wen er sich in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen von "A bis Z" wenden kann, darf sich glücklich schätzen. Nur Wenige wissen, welche Rechte Ihnen als Arbeitnehmer im Arbeitsalltag zustehen. Anders sieht es aus, wenn man Mitglied ist bei der KAB - der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung. Hier erhält man kostenlos Hilfestellung. Ganz gleich welche Anliegen Mitglieder der KAB haben. Beraten werden sie rund um Themen wie Kündigung, Abfindung, Arbeitszeugnis, Urlaub oder Weihnachtsgeld. Und das auch im Bedarfsfall vor Arbeits- und Sozialgerichten, etwa dann, wenn Streitigkeiten eskalieren und Lösungen in weite Ferne rücken. Die KAB hilft Arbeitnehmern unter anderem dabei Verträge zu prüfen und innerbetriebliche Verständigungsprobleme zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern zu mindern. Außerdem setzt sich der Verband für mehr soziale Gerechtigkeit vor Ort ein, macht sich u.a. stark für einen arbeitsfreien Sonntag und organisiert Bildungs- und Familienreisen.

Historie

Seit 1903 ist der Verein der Arbeitnehmerschaft eine Stimme für eine humanere Gesellschaft. Die KAB ist Kirche in der Arbeitswelt und Arbeiterschaft in der Kirche. Als Reaktion auf die neuen Herausforderungen der Arbeitswelt, gründete sich bereits 1860 in der Westerwaldgemeinde Elsoff der erste Katholische Arbeiterverein. Bis zum Ersten Weltkrieg folgten weitere Gründungen. Bischof Ketteler in Mainz, auch "Arbeiterbischof" genannt, förderte diese Entwicklung. Mit der Enzyklika "Rerum Novarum",1891, verhalf Papst Leo XIII. den Arbeitnehmern zum Durchbruch.

Die KAB versteht sich als Sprachrohr für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie berät und vertritt ihre Mitglieder darüber hinaus im Sozial- und Arbeitsrecht. Die Vertretung vor Sozial- und Arbeitsgerichten werde zunehmend wichtiger, erklärt Diözesansekretär Martin Mohr, was mehr als 7.500 Fälle im Sozialrecht, und mehr als 3.500 Fälle im Arbeitsrecht bundesweit, beweisen. Gerade auch für kirchliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird der Arbeits- und Sozialrechtsschutz immer wichtiger.

Das Selbstverständnis der Bewegung ist auf eine gerechtere Gesellschaft ausgerichtet. Die meisten der 1900 Mitglieder in den 31 KAB Ortsvereinen der KAB Limburg engagieren sich zusätzlich zu Ihrer Verbandsarbeit in Pfarrgemeinden, Gewerkschaften, in der Sozialen Selbstverwaltung, in kommunalen Gremien und Vereinen.

Beratung

Ein Netzwerk von KAB-Beratungsstellen dient bundesweit der persönlichen direkten Hilfestellung. So auch das Diözesanbüro in Limburg. 

Informationen bietet der KAB Diözesanverband Limburg e.V., Roßmarkt 12, 65549 Limburg. Tel.: 06431/295-567,

E-Mail: kab@bistumlimburg.de .