Wallfahrt der KAB nach Marienthal

Im Zeichen des Friedens durch eine solidarische Wirtschaft:

 

Wallfahrt der KAB nach Marienthal

 

Der christliche Sozialverband Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) , Diözesanverband Limburg, stellte in einer Wallfahrt mit über 100 Teilnehmer*innen am 9. Oktober ins Kloster Marienthal/ Rheingau, den Zusammenhang zwischen gerechtem Wirtschaften und Frieden heraus.

Limburg/ Marienthal. Winfried Oster, Erster stellvertretender Diözesanvorsitzender, konnte in der vollbesetzten Marienthaler Wallfahrtskirche Teilnehmer*innen begrüßen, die mit von ihm organisierten Reisebussen aus dem Westerwald, dem Lahntal, dem Rhein-Main-Gebiet und dem Bistum Mainz gekommen waren. Insbesondere den KAB-Diözesanpräses Pfr. Walter Henkes, Diakon sowie die geistliche Begleiterin des KAB Bezirksverbandes Limburg, Karin Seck, hieß er als Mitgestalter der Wallfahrt willkommen, wie auch dem Leiter des Walter Adlhoch-Hauses der Caritas Limburg, Harry Fenzl. 

Pater Bernold Geyer OFM begrüßte seitens des Kloster Marienthal die Wallfahrer*innen und wünschte, dass aus dem Gottesdienst Frieden und Versöhnung erwachse.

 Die Lesung aus dem Jakobusbrief thematisierte, dass der christliche Glaube für sich allein tot ist, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat (vgl. Jak 2,14-18).

Darauf hob dann KAB-Diözesanpräses Pfr. Walter Henkes in seiner Predigt ab. Anhand einer Betrachtung zum Picasso-Gemälde “Mädchen mit Taube” von 1901 machte er gekonnt sensibel, dass Frieden aus einer zärtlichen Grundhaltung gegenüber dem Leben erwächst. „Wenn wir füreinander einstehen, wachsen Frieden und eine solidarische Wirtschaft. Für Frieden brauchen wir ein zartes Gespür für Andere, und dass wir wach sind für alles, was uns zusammenbringt", so Henkes.

Nach dem von Winfried Oster und seinem Team, Brigitta Güth, Maria und Peter Borkert, Eckehard Gläser, schmackhaft zubereiteten gemeinsamen Mittagessen im von ihnen gemütlich hergerichteten und geschmückten Pilgercafe , stellte Harry Fenzl, Leiter der Wohnungslosenhilfe des Walter Adlhoch-Hauses der Caritas Limburg, die Dienste und Angebote seiner Einrichtung vor, da die KAB Limburg seit vielen Jahren Förderin des Walter-Adlhoch-Hauses ist. “Es ist uns aus unserem Selbstverständnis heraus wichtig, dass wir wohnungslose Menschen, die zu uns kommen  nicht alimentieren, sondern befähigen wollen, ihre sozialen Schwierigkeiten und Lebensverhältnisse zu ändern“. Scharf ins Gericht ging Fenzl mit Teilen der Politik: „Wir dürfen nicht mehr auf die blinde Kraft des Marktes vertrauen, der richtet es eben nicht, wie man uns weiß machen wollte. Wir brauchen quasi eine ‚dritte Haut‘ für Menschen“, so Fenzl, „denn wir können noch so gute und kompetente Sozialarbeit leisten, wenn die Strukturen der Wohnungspolitik keinen bezahlbaren Wohnraum gewährleisten.“

Der Kreuzweg, von der geistlichen Begleiterin Karin Seck und Diözesanpräses Walter Henkes vorbereitet und geleitet, stand inhaltlich im Zeichen von Jesu Leiden angesichts der vielfachen Not und des Leidens der von Kriegen, Vertreibung und vielfacher Gewalt Gezeichneten weltweit und vor unserer Haustüre. An den einzelnen Kreuzwegstationen gedachte man dem Leiden und Sterben und der Auferstehung, die Grund zur christlichen Hoffnung und Zuversicht gibt.

Mit nochmaligen Begegnungen und erbaulichen Gesprächen bei leckerem Kuchen und Kaffee wurde eine großartiges Glaubens- und Gemeinschaftserfahrung abgerundet und der Wallfahrtstag beendet.  


Sonntag bleibt doch Sonntag! Frankfurter Stadtverwaltung unfähig?

Sonntag bleibt doch Sonntag!

Frankfurter Stadtverwaltung unfähig?

Frankfurt, 29. August 2017. – Auch den letzten der verkaufsoffenen Sonntage hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) jetzt gekippt. Die Stadt Frankfurt hatte für 2017 drei Sonntage freigegeben. Alle drei wurden nach Klagen der Allianz für den freien Sonntag („Allianz“) vom Verwaltungsgericht untersagt. Beschwerden der Stadt dagegen waren umsonst.

Eigentlich wollte der Magistrat drei große Ereignisse in diesem Jahr zum Anlass nehmen für ausnahmsweise Sonntagsöffnungen: Museumsuferfest, IAA, Buchmesse. Auf eine Sonntagsöffnung als „Stadtteilsonntag“ hatte er bereits verzichtet. Da läuft weiterhin die entsprechende Klage vom Vorjahr.

In allen drei Fällen lief das gleiche Muster ab: Nach Einschätzung der „Allianz“ verstieß die Stadt mit ihren Genehmigungen gegen ihre Verpflichtung zum Schutz des Sonntags. Dagegen klagte die „Allianz“, und das Frankfurter Verwaltungsgericht urteilte, die städtischen Verfügungen seien „offensichtlich rechtswidrig“. Auf Beschwerden der Stadt bestätigte der VGH diese Urteile.

Der Beschluss des VGH (8 B 1577/17) vom 21.08.2017, mit Datum vom 29.08.2017 dokumentiert, rügt nun schon zum dritten Mal, dass die Stadt nur Behauptungen für ihre Rechtsposition geltend macht, aber keine Begründungen dafür gibt.

Rainer Petrak, der die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung in der „Allianz“ vertritt, fragt: „Warum dieses irrationale Verhalten einer städtischen Behörde? Was für Kräfte sind da am Werk?“ Er äußert die Erwartung: „Statt wie ein trotziges Kind mit dem Kopf durch die Wand zu wollen, muss die Stadt endlich sich an Recht und Gesetz halten!“ Und da weder Stadtparlament noch Landesregierung sich für das Phänomen zu interessieren scheinen: „Wer schützt die Stadt eigentlich gegen die Hartnäckigkeit ihrer Verwaltung?“


"Feuer und Flamme für gute Arbeit"

"Feuer und Flamme für gute Arbeit" – 
KAB-
Diözesanverband Limburg war auf dem #Hessentag mit dabei.
  
Gemeinsam mit den KAB-Diözesanverbänden Mainz und Fulda, Kolping und der Betriebsseelsorge hatten die Besucher des Aktionsstandes viel Freude mit dem Zauberer und Magier Donatus (im Internet: http://www.donatus.info/ ), konnten sich beim "Trommeln für gute Arbeit" ausprobieren, sich über die Aktivitäten der Verbände und Organisationen informieren oder sich ganz einfach im kühlen Schatten auf einem der Liegestühle der "Allianz für den freien Sonntag" ausruhen und ein wenig plaudern. Denn es hieß ja schließlich auch "Brennen" und nicht "Ausbrennen". Hier einige Eindrücke:


„Professionelles Schreiben gelernt“

Limburg. Bei einem Medienseminar der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer gutes Handwerkszeug bekommen, interessante Pressemitteilungen zu schreiben. Das Seminar fand am Freitag, den 12. Mai im Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod statt.

Die Journalistin Susanne Rochholz und der KAB-Diözesanvorsitzende Thomas Diekmann leiteten das Seminar mit gutem Praxisbezug.

Für den bunt zusammen gesetzten Teilnehmerkreis war es spannend zu erfahren, „wie die Medienticken“, so der Titel des Veranstaltungsabends. Was es zu beachten gilt, wenn man einen Presseartikel formuliert, sodass er bei Redaktionen und Lesern Interesse weckt und zum Beispiel auch,, welche Fehler man dabei vermeiden muss. Unter Anleitung übten die Teilenehmer, eine Pressemeldung zur Veranstaltungsankündigung und  in einem zweiten Durchgang einen Bericht. „Ich fühle mich Schreiben jetzt professioneller“, sagte Jutta Brahm, Pfarrsekretärin aus Villmar am Ende des Seminars.

Die KAB will das Seminar im Herbst 2017 wiederholen. Kontakt und Information. KAB Diözesanbüro Limburg, Graupfortstraße 5, 65549 Limburg, Tel.  06341/ 997421 E-Mail kab@bistumlimburg.de Internet: www.kab-limburg.de


Wallfahrt Marienthal

Liebe Frauen und Männer in der KAB,

liebe Freunde und Interessierte,

 

auch in diesem Jahr setzen wir unsere traditionelle Herbstwallfahrt zum Kloster „Marienthal“ fort. Sie steht in diesem Jahr unter dem Thema:

                  „Im Zeichen des Friedens“.

Alle, die angesichts der vielen Krisenherde in der Welt den Weltfrieden und den persönlichen Frieden zunehmend bedroht sehen, sind herzlich zu unserer Wallfahrt eingeladen.

Wir wollen nicht nur für das Ende aller Kriege beten, sondern auch für den Mut, uns dem Hass entgegen zustellen, den wir tagtäglich in Gesprächen und Begegnungen zu spüren bekommen. Hass und Intoleranz, die sich u.a. in einer immer aggressiveren Wortwahl zeigen. Wir wollen hinsehen, wo Mitmenschen leiden und uns um ein offenes Ohr für ihre Sorgen bemühen, auch im Hinblick auf die Flüchtlingskrise. Ein weiteres zentrales Anliegen unserer Wallfahrt ist das Nachdenken über soziale Gerechtigkeit, die durch gutes wirtschaften auch bei uns entstehen muss.


In einem Gebet heißt es:


 „Ohne
Gerechtigkeit kann es keinen Frieden geben“.

 

Herzliche Einladung an Alle!

Auch Gäste sind herzlich willkommen!


Informationen finden Sie hier.




Diözesanwallfahrt der KAB nach Marienthal im Zeichen politischer Spiritualität

Diözesanwallfahrt der KAB nach Marienthal im Zeichen politischer Spiritualität

 

Marienthal/ Limburg. Am 1. Oktober 2016 führte die Diözesanwallfahrt der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Diözesanverband Limburg, zum Kloster Marienthal in den Rheingau. Das Wallfahrtsanliegen war die öffentliche Dimension des Themas des Heiligen Jahres, „Barmherzigkeit“.

Über 150 Mitglieder und Freund*innen der KAB zwischen dem Westerwald und der Region Rhein-Main fanden sich zur traditionellen Herbstwallfahrt bei der Wallfahrtskirche zur „Schmerzhaften Muttergottes“ im Kloster Marienthal ein.

Winfried Oster (Waldernbach), Erster Stellvertretender Diözesanvorsitzender und Bezirksvorsitzender der KAB Limburg begrüßte alle Wallfahrtsteilnehmer*innen sehr herzlich und dankte den Patres  der klösterlichen Hausgemeinschaft für ihre Offenheit und Gastfreundschaft. Oster stellte in seiner Ansprache die Barmherzigkeit als zwischenmenschliche Haltung heraus, die immer wieder Versöhnung und die Neuaufnahme von Beziehungen hervorbringt und uns stetige Aufgabe sein müsse.

In diesem Zeichen durchschritten die Pilger*innen die Pforte der Barmherzigkeit in die Wallfahrtskirche hinein, das “Marienthallied” singend: “Dass allen dein Herz und dass allen die Hand zum Heile, zum Segen ist stetes zugewandt…”. Daraufhin begann der Wallfahrtsgottesdienst, der von KAB-Diözesanpräses Pfr. Walter Henkes (Mengerskirchen) zelebriert wurde; gemeinsam mit dem ehemaligen KAB-Bezirkspräses Pfr. Albert Keller (Waldbrunn) und Bruder Hartwig Huckle (Kloster Marienthal) konzelebrierten.   

Zu Beginn seiner Predigt entzuendete Pfr. Henkes die “Wanderfriedenskerze”, wozu es einige Versuche brauchte. “Auch die Barmherzigkeit als Weg der Versöhnung und des Friedens zwischen uns und Gott und untereinander braucht immer wieder neue Anläufe”, interpretierte Henkes.

In seiner Predigt hob der Diözesanpräses hervor, dass die KAB seit ihrer Gründung vor über 160 Jahren als Arbeiterbewegung Werke der Barmherzigkeit geübt habe. So wie im soeben gehörten Evangelium Lk 15, 11-32 “Das Gleichnis vom barmherzigen Vater”, in dem Gott immer neu und in Freude Barmherzigkeit schenke, habe die KAB als immer und immer wieder gehandelt. Sie habe Armen, Ausgegrenzten und Arbeitslosen geholfen, habe durch Bildung zu mehr Selbstbewusstsein, Wissen und Kompetenz verholfen, hat den Arbeitern zu ihrem Recht verholfen, bis hin zu der Unterhaltung von Sterbekassen für eine würdige Beisetzung. Heute sei der Sozialstaat erkämpft, und das maßgeblich auch von der KAB; Barmherzigkeit bedeute für die KAB, aus dem Glauben für Gerechtigkeit einzutreten, den Sozialstaat heute auszubauen und Strukturen des guten sozialen Miteinanders, des Gemeinwohls und der weltweiten Solidarität einzufordern. “Das genau meint auch die aktuelle Kampagne der KAB Deutschlands, ‚Nachhaltig leben & arbeiten‘“, so Henkes, “in Barmherzigkeit für den Erhalt der Schöpfung einzutreten und für auch für die kommenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen.”

Nach einem schmackhaften gemeinsamen Mahl im Gästesaal des Klosters, von KAB-Mitgliedern aus Mengerskirchen-Waldernbach unter der Leitung von Winfried Oster zubereitet, befasste sich die Diözesanwallfahrt mit der im Saal brennenden „Wanderfriedenskerze“ und ihrer Botschaft. Diese war von Karin Seck künstlerisch gestaltet worden und sie bildet das diesjährige Aktionsmotto "Zwischen Welten - Gedenken an vergessene Menschen auf der Flucht“ ab. Ausdrucksstark zu sehen sind auf der Kerze Menschen vor einem schier unüberwindbaren Zaun, dahinter dann ein Goldenes Kalb.  „Nachdem wir 2015 besonders auf die Flüchtlinge geblickt haben, die vor unseren Grenzen stehen, richten wir die Aufmerksamkeit 2016 auf die vergessenen Flüchtlinge" erläuterte Seck mit Hilfe des Aktionsplakates, auf dem in einer gepflegten Rasen-Idylle Golfspieler zu sehen sind und im Hintergrund auf einem meterhohen Drahtzaun Flüchtlinge sitzend. „Flüchtlinge müssen für lange Zeit zwischen den Welten verharren: in Lagern, in illegalen Wohnungen, im Freien. Ohne Sicherheit und Rechte, ohne Hab und Gut, mit nichts mehr als dem Blick auf eine bessere Zukunft und Asyl in einem sicheren Land“, erklärte die Geistliche Begleiterin des KAB-Bezirksverbandes.

Die Wallfahrt führte dann weiter zu einigen Kreuzwegstationen des Klosters. „Misericordias Domini in aeternum cantabo“ („Das Erbarmen des Herrn will ich ewig preisen“) so der aus zahlreichen Stimmen gesungene Ruf zwischen den Stationen, die den Leidensweg Jesu mit weltweiten Verletzungen der Menschenwürde im Hier und Heute in Verbindung brachten. An der 10. Kreuzwegstation (Jesus wird seiner Kleider beraubt) angekommen: „Auch heute werden Menschen ihrer Kleider beraubt, werden vor anderen bloßgestellt, verlieren alles was sie haben…“, so die Ausführung durch Pfr. Henkes.

In der anschließenden Begegnung der Wallfahrer*innen bei Kaffee und Kuchen im Gästesaal des Klosters hielt KAB-Diözesansekretär Martin Mohr ein Impulsreferat zum Thema „Seid barmherzig – das Recht ströme wie Wasser“. Der KAB- Sekretär stellte den Entwurf eines Orientierungspapiers des Sozialpolitischen Arbeitskreises des Bistums Limburg zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit vor, an dem er für die KAB mitgearbeitet hat und das die Erkenntnisse aus vielfältigen Aktivitäten zur öffentlichen Dimension des Prinzips Barmherzigkeit zusammenfassen soll. Auch hier liege der Fokus auf der Bereitschaft, Flüchtlinge bei uns aufzunehmen und ihnen neue Lebensperspektiven zu eröffnen „Es gilt: von der Integrationskultur zu nachhaltigen Strukturen der Integration“, hob Mohr eine der Grundaussagen des Papiers hervor. „Barmherzigkeit erfordert aber auch, fortlaufend die ausgrenzenden Wirkungen unseres Lebensstils im Blick zu behalten“, zitierte Mohr ergänzend.

Der Wallfahrtstag schloss mit spontanen Dankesworten von sehr beeindruckten Teilnehmer*innen; Winfried Oster brachte seinerseits den Dank an alle, die den Wallfahrtstag organisatorisch oder inhaltlich vorbereitet haben, an das Diözesanbüro, an alle die für die Durchführung verantwortlich waren, an alle, die für eine gute Verpflegung gesorgt haben und zeigte sich zufrieden, dass aus dem Teilnehmer*innenkreis der Wallfahrt eine Spende in Höhe von 271,00€ zum Unterhalt der Wallfahrtsstätte an das Kloster überreicht werden konnten.

Limburg, 2.10.2016

Martin Mohr, Diözesansekretär der KAB Limburg


KAB Diözesanverband Limburg zum "Tag der Arbeit"

Aufruf zum 1. Mai

Arbeit muss menschenwürdig sein!

Menschenwürdige Arbeit ist die Grundlage einer guten Wirtschaft und einer solidarischen Gesellschaft. Für die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Diözesanverband Limburg, ist dies die zentrale Aussage ihres Aufrufs zum 1. Mai. Dies gelte für alle Formen menschlicher Arbeit, ob in einer stärkeren gesellschaftlichen Anerkennung der Ehrenamtsarbeit oder einer fairen Bezahlung in der Erwerbsarbeit. Deshalb müsse neben einer Anhebung des Mindestlohns auf 12,50 Euro pro Stunde auch das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit eingeführt werden. Trotz guter wirtschaftlicher Lage müssten deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem Mindestlohn auskommen, der unterhalb der Armutsgrenze liegt.

Deshalb fordert die KAB:

Menschenwürdige Arbeit
braucht gerechte Löhne!

Gut Wirtschaften stellt den Menschen und seine Bedürfnisse in den Vordergrund. Gute menschenwürdiger Arbeit zeichnet sich auch durch Selbstbestimmung und Zeitsouveränität aus. Der arbeitsfreie Sonntag muss wieder bundesweit geregelt werden, damit er wieder zum kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt durch gemeinsame Zeit beitragen kann. Sonntagsschutz ist Freiheits- und Gesundheitsschutz! 

 

Zeitsouveränität ist Bestandteil menschenwürdiger Arbeit

 

Wirtschaft, Politik und Gesellschaft müssen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärken. Alle Formen der Arbeit müssen fair zwischen Frauen und Männern geteilt werden. Deshalb setzt sich die KAB Deutschlands dafür ein, eine 30-Stunden-Woche zu erreichen. Wir fordern, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine Begrenzung der Arbeitszeit wirksam verfolgen und die Arbeitsteilung zwischen Frauen und Männern deutlich verbessern.

Menschenwürdige Arbeit braucht Sicherheit!

Schluss mit Werkverträgen und prekären Arbeitsverhältnissen! Die KAB Deutschlands fordert die Bundesregierung auf, die bisherigen Gesetzesvorschläge zur Leiharbeit und Werk-verträgen und die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag endlich umzusetzen, damit soziale Sicherheit und betriebliche Mitbestimmung für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erreicht werden.


Falsche Rentenpolitik schickt Arbeitnehmer in die Altersarmut

Quellenangabe Matthias Rabbe www.kab.de

KAB: Falsche Rentenpolitik schickt Arbeitnehmer in die Altersarmut

 
Frankfurt/Limburg. "Die Bundesregierung lässt die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sehenden Auges in die Altersarmut laufen!". Dies betont der Diözesanvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Limburg, Thomas Diekmann. Der Vorsitzende des katholischen Sozialverbandes verweist auf die aktuelle Studie zur Altersarmut und fordert eine grundlegende Reform der Alterssicherung und eine solidarische Säule in der Rentenversicherung.

 

Schlechte Stellschraubenpolitik

In einer aktuellen Studie wird davon ausgegangen, dass ab dem Jahr 2030 jedem zweite Rentenbezieher Altersarmut drohe. Betroffen werden vor allem Frauen sein und Beschäftigte im Einzelhandel und Gastgewerbe sowie Teilzeitbeschäftigte, Solo-Selbstständige und Mini-Jobber. "Für Million Rentnerinnen und Rentner werde dies bedeuten, dass sie trotz lebenslanger Arbeit von staatlichen Almosen abhängig sein werden", so Diekmann. Konkret werden ab 2030 von den heute 53,7 Millionen Beschäftigten etwa 25,1 Millionen von Altersarmut bedroht sein.

Diekmann fordert ein Ende der Stellschraubenpolitik, die immer mehr Menschen in die Armut treibe und die Spaltung der Gesellschaft vertiefe. Riester- und Rürup-Rente haben zur Privatisierung und Entsolidarisierung der Alterssicherung sowie zur Belastung des Faktors Erwerbsarbeit beigetragen ohne das eigentliche Problem der Altersarmut zu beseitigen.

"Wir brauchen mehr Solidarität in der gesetzlichen Alterssicherung und eine Sockelrente, wie es das Modell der katholischen Verbände seit Jahrzehnten fordert", fordert der KAB-Diözesanvorsitzende.

Nullnummer Lebensleistungsrente

Kritik äußert die KAB im Bistum Limburg an den Koalitionsplänen zur Lebensleistungsrente. "Die derzeit diskutierte Lebensleistungsrente ist eine Nullnummer in Sachen Armut im Alter und erreicht gerade jene nicht, die von Altersarmut betroffen sind", so Diekmann. Dagegen setzte das Sockel-Modell der katholischen Verbände auf die Einbeziehung aller Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung und die Stärkung des solidarischen Ausgleichs. Durch den Aufbau einer Sockelrente für alle soll die Existenz im Alter gesichert und Altersarmut verhindert werden.
Die Rentenversicherung muss zu einer Erwerbstätigenversicherung ausgebaut werden, in die alle Erwerbstätigen auch Selbständige und Beamte einzahlen, fordert die KAB Deutschlands, Kolpingwerk Deutschland, Katholische Frauengemeinschaft (kfd), Familienbund der Katholiken (FDK) und die Katholische Landvolkbewegung Deutschland (KLB).

 

Beiliegendes Foto: Matthias Rabbe/ www.kab.de


"Frauenarbeit ist gleich viel wert!"

Foto: www.kab.de

KAB: „Frauenarbeit ist gleich viel wert!“

Limburg. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Diözesanverband Limburg, mahnt anlässlich des Equal pay days am 19. März an, dass das am 1. Januar in Kraft getretene Gesetz zur Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass Frauenarbeit in Deutschland aufgrund der schlechteren Bezahlung diskriminiert wird. Der christliche Sozialverband bezeichnet es als Skandal, dass der Wert der Frauenarbeit in Deutschland strukturell nicht die gleiche Anerkennung erfahre wie die Arbeit der Männer. Immer noch verdienten Frauen fast 22 Prozent weniger als Männer, immer noch müssten Frauen knapp drei Monate länger arbeiten, um das durchschnittliche Jahreseinkommen der Männer zu erzielen. Damit sei die Entgeltlücke nahezu konstant geblieben und größer als in den meisten europäischen Ländern. Trotz bester Wirtschaftsleistung liege Deutschland beim Gender-Pay an drittletzter Stelle in Europa. Die KAB fordert daher die verbindliche Umsetzung des Grundsatzes: "Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit". Die KAB drängt daher die Bundesregierung, das angekündigte Gesetz für mehr Entgeltgleichheit und Transparenz endlich vorzulegen. Der Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“ muss verbindlich durchgesetzt werden. Daher fordert die KAB ein Entgeltgleichheitsgesetz, das eine Überprüfung aller Entgeltregelungen auf Entgeltdiskriminierungen und eine umfangreiche Auskunftspflicht für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorsieht. Ebenso brauchen wir wirksame Sanktionen für den Fall, dass der Pflicht nach Überprüfung und Beseitigung von Diskriminierungen nicht nachgekommen wird. Klare Absage an Mindestlohnaufweichung Eine deutliche Absage erteilt der KAB Diözesanverband Limburg, dem Versuch von Wirtschaft und Politik, den Mindestlohn aufzuweichen und weitere Ausnahmen zuzulassen. Besonders Frauen im Niedriglohnbereich hätten von der Einführung des Mindestlohns profitiert. Damit die soziale und geschlechtsspezifische Schere beim Arbeitslohn weiter geschlossen werde, bräuchten wir noch in diesem Jahr einen Mindestlohn von zehn Euro. Frauenberufe wie Pflege oder Erziehung seien zwar angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung Zukunftsberufe, doch würden sie weiterhin tariflich schlecht bezahlt werden. Die KAB ruft daher zum Equal pay day (19.3.) die Frauen auf, sich stärker in Gewerkschaften und Arbeitnehmerverbänden zu organisieren, um ihre berechtigten Forderungen durchzusetzen. "Nur gemeinsam können wir Frauen uns den halben Himmel erkämpfen!".

Weitere Informationen: www.kab.de/nc/presse/news-uebersicht/detailansicht/article/frauenarbeit-ist-gleich-viel-wert/ - - "KAB Deutschlands zum Equal pay day"

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ACA fordert die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung

Mainz. Die Landesdelegiertenversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmer (ACA) Rheinland-Pfalz, getragen von den christlichen Sozialverbänden Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und Kolping fordert den Gesetzgeber auf noch in dieser Legislaturperiode zur vollen Parität der Beitragsfinanzierung in der Gesetzlichen Krankenversicherung zurückzukehren.

Der zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragene Beitrag zur Krankenversicherung gehöre zu den Grundprinzipien der Sozialversicherung, erklärte Martin Plail, der Landesvorsitzende der ACA. Dies entspräche dem Solidargedanken in der Gesundheitsfürsorge, da beide Seiten davon in gleichem Maße profitieren.

Die Delegierten kritisieren, dass seit dem 1. Jan. 2015 die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen einen möglichen, von den jeweiligen Krankenkassen festgesetzten Zusatzbeitrag von durchschnittlich 1,1%, teilweise auch höher, alleine tragen sollen. Deshalb appellieren die Vertreter aus den Sozialverbänden, an die Regierungsparteien Union und SPD den Mut zu haben, den ab Juli 2005 für die Arbeitgeber eingefrorenen Krankenkassenbeitrag, rückgängig zu machen.

Die ACA-Vertreter befürchten mittelfristig eine Kostensteigerung für die Umsetzung bereits beschlossener Gesetze und damit, wenn sich nichts ändert, einen Anstieg der Krankenkassenbeiträge der ArbeitnehmerInnen und RentnerInnen auf rund zwei vom Hundert des Bruttolohns. Es sei mit den Grundprinzipien der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht vereinbar, dass ArbeitnehmerInnen und RentnerInnen Innovationen und Reformen im Gesundheitswesen alleine finanzieren.

Die ACA in Rheinland-Pfalz, vertritt die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf der Basis der christlichen Sozialethik. Weitere Informationen zur ACA sind im Internet unter www.aca.rheinland-pfalz.de zu finden.

Sagen Sie der Politik wo's lang geht: Die Aktionspostkarte an Bundesgesundheitsminister Gröhe zum Ausdrucken:  http://kab-limburg.de/fileadmin/documents/Downloads/www.kab-limburg.de_Paritaet_in_der_GKV.jpg 


Der Sonntag ist „in“

 

Der Sonntag ist „in“

 KAB tritt für Schutz des Kulturgutes ein

 Limburg. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Limburg macht anlässlich des Internationalen Tags des arbeitsfreien Sonntags am 3. März darauf aufmerksam, dass ein Kulturgut bedroht ist.

 

Das Datum (3. März) geht zurück auf ein Dekret Kaiser Konstantins im Jahre 321, mit dem dieser den „Sonnentag“ zu geschützten Ruhetag erklärte. Die „Allianz für den freien Sonntag“, die neben der katholischen Betriebsseelsorge, dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (kda) und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auch maßgeblich von der Katholischen Arbeitnehmer- Bewegung (KAB) mitgetragen und –gestaltet wird, möchte auch in diesem Jahr wieder auf die Bedeutung des Sonntages als Tag der Auferstehung Christi, als „Tag des Herrn“ und als gesamtgesellschaftlichen Ruhetag hinweisen.

Jeder Mensch braucht eine Zeit des Durchatmens, des Ausruhens und Entspannens. Eine Zeit für Gott, für den Gottesdienst, für die Familie, für die Gemeinschaft und für sich selbst. Die zunehmende Zahl psychischer Erkrankungen zeigt diese Notwendigkeit auf.

Das Thema „Burn-out“ ist heute vielfach in aller Munde. Alle Weltreligionen haben schon in ihrer Entstehungszeit den Wert eines solchen freien Tages erkannt und zum Grundwert erklärt, um einer „Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ entgegenzuwirken. „Der Mensch ist keine Maschine, kein Perpetuum mobile.“, so die KAB, „Körper, Geist und Seele müssen auch einmal durchbaumeln dürfen“.

Weitere Informationen und Anregungen sind zum Beispiel unter www.sonntagsallianz-hessen.de zu finden.