Zeilsheim

Der Ansprechpartner ist Evelyn Huck.

Sie ist unter 069/363298 und evelynhuck@web.de zu erreichen.

 
Frühe Geschichte

Im Bericht der Diözese Limburg an den Verband von 1903 wurde in Zeilsheim ein Arbeiterverein mit 25 Mitgliedern und Präses Sehrbrock aufgeführt. Dieser Verein erschien ausdrücklich als katholischer Arbeiterverein (während z.B. in Hofheim K.M. u. K. Arb.-V. steht) auch in der Statistik Westdeutschlands von 1911 und 1913 mit 36 Mitgliedern und einem Monatsbeitrag von 10 Pfennig. Präses war Pfarrer Weil. Im Jahr 1910 wurden 11 Versammlungen durchgeführt. Wallfahrten wurden nach Marienthal und Kelkheim durchgeführt. Das Vereinsvermögen betrug damals 680 Mark. ImBericht von 1929 wurde der Verein nicht mehr aufgeführt. Vermutlich handelt es sich doch um den heute noch bestehenden Männerverein, denn in den alten Statistiken wurden diese gelegentlich mitgezählt. 1913 wurde auf Anregung einiger Arbeiter die in der Colonie von Zeilsheim wohnten, am Josephsfeste ein Arbeiterverein gegründet. Ihm gehörten vor allem eine "Anzahl braver zugezogener Arbeiter" an.

Neugründung

Nach vorangegangener Werbeaktion für die KAB im März und April 1978, initiiert durch den Bezirksvorsitzenden Wolfgang Schnitzer, der im Werk Hoechst und bei Hausbesuchen in Zeilsheim mit Manfred Ullrich Mitglieder warb, fand am 18. 4.1978 im Saal des Katholischen Schwesternhauses in Zeilsheim die Gründungsversammlung des Ortsvereins Ffm - Zeilsheim statt. Anwesend waren 38 Personen, darunter der Ortspfarrer Heinz Wolf und der Bezirkssekretär Rhein-Main, Karl Heinz Trageser. Pfarrer Wolf hatte mit einigen Bedenken, begründet damit, dass in Zeilsheim bereits ein pfarreigebundener "Katholischer Männerbund" bestand, schließlich doch sein Einverständnis zur Gründung der KAB in Zeilsheim erteilt. Gründungsmitglieder waren: Eintritt: 1976 Manfred Ullrich, - 1978: Alfons Gerling, Valentin Erb, Karl Herrmann, Michael Erb, Karl Heinz Baur, Josef Kuhn, Josef Klieber, Rudolf Fleck, Anton Schreiber, Franz Koik, Willi Pfeffer, Jakob Meier, Heinz Stenner, Géza Hönisch. In der von Karl Heinz Trageser geleiteten Gründungsversammlung wurde der erste Vorstand in nachfolgender Zusammensetzung gewählt: Vorsitzender: Manfred Ullrich, Präses: Pfr. Heinz Wolf, Kassierer: Franz Koik, Schriftführerin: Maria Baur, Beisitzer: Rita Herrmann, Valentin Erb, Josef Kuhn, Willi Pfeffer

Geschichte

Es war kein leichtes Unterfangen in einem Stadtteil zu beginnen, in dem bereits 37 Vereine aktiv waren. Aber Pfarrer Heinz Wolf konnte schließlich überzeugt werden, das K in unserem Logo nicht als Kürzel einer zur Gründungszeit noch zugelassenen Partei zu sehen. Nicht sehr hilfreich war, dass immer wieder von Kath. Arbeiter-Bewegung gesprochen wurde. Wie sollte man da Angestellte gewinnen? Doch dieses Problem wurde überwunden. Der Männerbund, eine in pfarrlicher Tradition bestehender Zusammenschluss, ist keine Konkurrenz. Gegenseitige Einladungen und gemeinsame Veranstaltungen beweisen dies. Weitere Erschwernisse die uns zu schaffen machten waren die mehrfachen Aktivitäten unserer Mitglieder in anderen pfarrlichen Gremien, so im Pfarrgemeinderat, als Liturgiehelferinnen und -helfer, im Kirchenchor, der Frauengemeinschaft usw. Trotzdem konnten wir uns über eine durchschnittliche Beteiligung an unserenVeranstaltungen von ca. 20 Personen freuen. In der Gründerzeit hatten noch Tanzveranstaltungen werbenden Charakter. Über die Themen unserer Bildungsabende erscheint meistens ein ausführlicher Bericht im Info-Blatt der Pfarrei, so fehlte es unserem Auftrag nicht an Breitenwirkung. Bewährt hatte sich die Vereinsarbeit bei folgenden Veranstaltungen und Themen: Ausrichtung des Bezirkstages am 22.6.1980 im Pfarrgemeindezentrum St.Bartholomäus in Zeilsheim, Unterschriftensammlung "Rente für Mütter" am 15/16.12.1980, Unterschriftensammlung am 5/6.9.1981 gegen die Stilllegung der Adler-Werke, Teilnahme an der von der Gemeinde begonnenen Paketaktion für das unter Kriegsrecht stehende Polen. Als erste Gruppe des Bezirksverbandes nahmen 15 Personen im Rahmen des Ketteler - Ferienwerkes in der Zeit vom 21.5. - 4.6. 1984 an einem Urlaubsaufenthalt in Meransen / Südtirol teil. Der von unserer KAB-Gruppe begonnene Verkauf von Waren aus der 3.Welt ist inzwischen in der Pfarrei zur festen Einrichtung geworden und wird von den Gliederungen der Pfarrei im Wechsel wahrgenommen.

Der Verein heute

Alljährlich wird ein mit dem Vorstand besprochenes Jahresprogramm erstellt. Es wird immer dabei beachtet, dass bei den Bildungsangeboten nicht nur Wortgewandte in den verschiedensten Situationen des Alltags das Sagen haben, sondern, dass jeder Teilnehmer in der Lage ist, gemäß unserer Maxime "bewusst leben", die jeweilige Situation aus der Sicht der katholischen Soziallehre richtig zu sehen, sie entsprechend zu beurteilen und entsprechend zu handeln.Dazu dienten die wichtigsten hier aufgeführten Veranstaltungen: 1991: Teilnahme am Ringseminar "Sozial auf Kosten der Frauen?", 1992: Seminar über "Armut in der 3. Welt". Im Anschluss daran Beginn des Warenverkaufs aus der 3. Welt., 1993: Informationsabend über Weltreligionen, - Gestalt Jesu aus jüdischer Sicht, - Spiritualität im orthodoxen Glauben, - Information über den islamischen Glauben, durch einen Frankfurter Imam. Ein Seminar über "Familie und Arbeitswelt.", 1994: Unter anderem 3 Informationsabende über verschiedene Enzykliken -Ab diesem Jahr gemeinsame Bibelabende mit KFD und Katholischem Männerbund, 1995: Information über den Konsultationsprozess. - Mitglieder erarbeiten Veränderungswünsche, 1996: Kirche unter kleinen Leuten. Schwester Sigrid, eine Franziskanerin, gibt Bericht über ihr Leben mit Obdachlosen. - Schwester Bernadette, von den "Kleinen Schwestern Jesu", lebt mit ihrer Kommunität in einem Problem-Stadtteil Frankfurts. - Bericht über die Landlosen-Bewegung. Referent: Thomas Schmitt. - Langzeit-Arbeitslose und Drogenabhängige, Referent: H. Pfreundschuh, 1997: "Soziale Themen" ein Gemeinsames Seminar mit dem Evangelischen Arbeiterverein in Friedewald, dazu ein ergänzendes Tagesseminar "Wirtschaften für das Leben" Referent: Karl Heinz Schmidt, 1998: 18.April, "20 Jahre KAB - Zeilsheim". 3. Mai Festgottesdienst, 1999: Diakonat der Frauen. - Agenda 21 - Werte und Wertewandel in unserer Gesellschaft. - Unterschriftensammlung für Entschuldung, 2000: "Als Deutscher Priester im Kongo" Pfarrer Hagen-Müllers und "Globalisierung", Schlagwort oder Chance?", "Rechtfertigungslehre". Aktion: "Sonntag muss Sonntag bleiben" mit Infostand mit Fotos vor den Gottesdiensten. 240 Unterschriften wurden an Ministerpräsident Koch gesandt. Es gingen Briefe an die Fraktionsvorsitzenden der Parteien und an den Verwaltungsrat der Stadt Frankfurt /M, 2001: Friedensarbeit in Bosnien und Kosovo - Bericht von Omsk in Sibirien.- 2. Abend über das Judentum. - Christlicher Glaube und Politik. Mitwirkung von Mitgliedern der KAB-Zeilsheim in politischen Institutionen: Alfons Gerling ist Mitglied des Hessischen Landtages und Vorsitzender des Zeilsheimer Vereinsrings, der 48 Vereine umfasst. Manfred Ullrich war lange Jahre Ortsbeiratsmitglied und stellvertretender Vorsitzender des Ortsbeirates in Frankfurt am Main. Anton Schreiber war Schiedsmann, Betriebsratmitglied in der Hoechst A.G. und Versicherungsältester der LVA. Elisabeth Kuhn war eine der Mitbegründerinnen der früheren Frauen- Arbeitsgemeinschaft im Bezirksverband Rhein-Main der KAB. Karitativ sind wir aktiv in der Unterstützung von Missionspfarrer Pirmin Spiegel von Brasilien. In der von der KAB durchgeführten Sammelaktionvon Kleidung für Omsk in Sibirien wurden wir von der Bevölkerung ausgezeichnet unterstützt. Zwei bis dreimal im Jahr wird der Wortgottesdienst von uns gestaltet, desgleichen eine Adventsfeier. Auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz. Mit Grillabenden, Spaziergängen laden in der Ferienzeit an manchen Abenden Mitglieder und Gäste ein. Die Aufzählung ist nicht erschöpfend.