KAB Unterliederbach

Der Vorsitzende ist Andreas Mengelkamp.

Er ist unter 069/30039796 und andreasmengelkamp@web.de zu erreichen.

Frühe Geschichte

Ein Arbeiterverein in Unterliederbach wurde erstmals im Schematismus des Bistums Limburg von 1902 aufgeführt. 1903 meldete das Bistum der Zentrale unter Nr. 19 der 29 Arbeitervereine die damals existierten Unterliederbach mit 59 Mitgliedern, einer Bibliothek und einer Weihnachtsparkasse. 1910 ist in einem Bericht des Domarchiv Frankfurt am Main nachzulesen, dass Unterliederbach 63 Mitglieder hatte, die alle die preußische Staatsangehörigkeit hatten. Man traf sich an jedem 2. Sonntag in Monat. Es gab ein Jugendabteilung mit 23 Mitgliedern. Präses war Pfarrer Friedrich Hörter. Die Mitglieder waren fast durchweg in christlichen Verbänden organisiert. In späteren Statistiken tauchte der Verein nicht mehr auf.

Neugründung

Der Bezirksverband der KAB Rhein-Main hatte Anfang 1980 beschlossen, eine gezielte Werbeaktion durchzuführen, um im Frankfurter Raum neue Vereine zu gründen. Für diese Aufgabe hatten sich der Bezirksvorsitzende Wolfgang Schnitzer und der Bezirkssekretär Rainer Göllnitz besonders engagiert und nach einem aufgestellten Plan die Werbeaktion im Bezirksverband durchgeführt. Gemeinsam hatten sie die Pfarrer von einigen Frankfurter Pfarreien aufgesucht, so auch St. Johannes, Apostel in Unterliederbach. Pfarrer Helmut Neumann fand großes Interesse an dieser Aktion, zumal er selbst schon Mitglied der KAB in seiner früheren Pfarrgemeinde geworden war. Eine mit ihm zusammengestellte Namensliste war dann die Grundlage für eine gezielte Werbeaktion in Unterliederbach. Die Gespräche waren bei den ausgesuchten Pfarrangehörigen recht erfolgreich verlaufen, obwohl bei vielen der Name "KAB" noch völlig unbekannt war. Schnitzer und Göllnitz konnten bei ihren Hausbesuchen in Unterliederbach immerhin 28 neue Mitglieder für die KAB gewinnen. Sie gewannen auch für den Aufbau der neuen KAB-Gruppe in Unterliederbach Georg Wagner aus Höchst, der schon seit 1955 mit seiner Frau KAB-Mitglied war. Sie arbeiteten, nachdem sie von Hochheim am Main nach Höchst gezogen waren, im Bezirksvorstand mit, weil in Höchst keine eigene KAB-Gruppe war, denn mit Kolping existierte bereits seit vielen Jahren ein aktiver katholischer Sozialverband. Die neu geworbenen Mitglieder trafen sich erstmals zur Gründungsversammlung am 22. Juni 1981 im Alten Pfarrhaus der Pfarrgemeinde St. Johannes, Apostel in Unterliederbach. Mit Pfarrer Neumann, dem Bezirksvorsitzenden Schnitzer und dem Bezirkssekretär Göllnitz bekamen die Anwesenden einen ersten Einblick über die Zielsetzung und die Aufgaben der KAB. Anschließend sammelten die neuen Mitglieder unter Anleitung von Rainer Göllnitz die Themen für ein Programm der nächsten Zeit. Zu Wahlen konnte es allerdings bei diesem ersten Treffen noch nicht kommen. Man wollte sich doch erst noch näher kennen lernen. Dazu musste aber auch der Kontakt untereinander hergestellt werden, was am einfachsten durch Vertrauensleute möglich gewesen wäre. Aber das hat zunächst auch noch keine Zustimmung gefunden. Darum hat sich Georg Wagner mit seiner Frau bereit erklärt, vorerst in Patenschaft als Vertrauensleute den Kontakt zu den Mitgliedern aufzubauen. Diese Tätigkeit hat sich über ein Jahr hingezogen. Alle geworbenen Mitglieder wurden laufend aufgesucht und ihnen die Verbandszeitschrift übergeben sowie der Beitrag kassiert. Bei dieser Gelegenheit wurde über alle möglichen Fragen und Ansichten diskutiert, vor allem standen die eigene Familiensituationen, besonders die Probleme mit Kindern und Glaubensfragen im Vordergrund. Die Gespräche waren allseits von großem Nutzen. Einige wollten sich aber nicht auf Dauer an die KAB binden lassen und haben nach einiger Zeit ihre Mitgliedschaft wieder aufgekündigt, darunter auch vier spanische Arbeiterfamilien. Nach den Sommerferien, am 17. August 1981, kamen dann die Mitgliederwieder zusammen. Der Bezirkssekretär Rainer Göllnitz erläuterte noch einmal ausführlich "Ziele, Methoden und Aufbau der KAB". Was an diesemAbend erreicht werden konnte, war die Festlegung, dass man nunmehr einmal im Monat zusammen kommen wollte. Das wurde auch eingehalten. Themen waren schnell gefunden wie "Ein geschichtlicher Überblick über den Beitrag der KAB zur Lösung der sozialen Frage" mit Bezirkssekretär Rainer Göllnitz, Ausspracheabend über "Einsatz der KAB sowie kirchlicher Gemeinden für die Erhaltung der Arbeitsplätze in den Adlerwerken", "Der Beitrag der KAB zur Lösung der sozialen Frage. Ein geschichtlicher Überblick"mit Georg Wagner, eine besinnliche "Adventsfeier" und "Die Rolleder Hausfrau" mit Frau Waterkott-Lipscher. Auch ein "Sozialpolitischer Frühschoppen" konnte im April 1982 mit P. Dr. Friedhelm Hengsbach, SJ,St. Georgen, durchgeführt werden. Noch einmal sprach vor der im Herbst 1982 geplanten Hauptversammlung Rainer Göllnitz ausführlich über die Struktur des KAB-Verbandes und seiner Vereine. So konnte dann in der Hauptversammlung am 9. September 1982 endlich die Wahl des Vorstandes und der Vertrauensleute erfolgen.

Geschichte

Zunächst ging es darum, den gegründeten Verein in sich zu festigen, wobei die Mitgliederzahl nur langsam zunahm (zwei Mitglieder in den ersten 7Jahren). Zwischen 1988 und 1997 konnten dann jedoch insgesamt 18 neue Mitglieder hinzugewonnen werden, so dass die Mitgliederzahl bis zum Jahr1997 auf 41 anwuchs. Durch Austritte von Mitgliedern, die seit längerem nicht mehr aktiv am Vereinsleben teilgenommen hatten, war in den folgenden Jahren aber ein leichter Rückgang der Mitgliederzahl (2002: 37 Mitglieder) entstanden. Weiterhin waren 3 Todesfälle zu beklagen. Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich die Struktur der Mitgliedschaft insofern erkennbar geändert als der Verein zu Beginn aus 11 Ehepaaren und 2 Einzelmitgliedern bestand, im Jahr des 20-jährigen Vereinsbestehen neben 11 Ehepaaren auch 15 Einzelmitglieder dem Verein angehörten. Waren bei Vereinsgründung 50% der Mitglieder Frauen, so ist deren Anteil mittlerweile auf über 58% angestiegen. Das Durchschnittsalter ist von 44 auf 59 Jahre gestiegen, so dass ein großer Teil der Mitglieder mittlerweile das Rentenalter erreicht hat. Viele haben das Rentenalter vorzeitig erreicht, insbesondere die KAB Mitglieder, die bei der nahegelegenen Hoechst AG beschäftigt waren. Den meisten Mitglieder war der vorzeitige Abschied vom Berufsleben nicht leicht gefallen, so dass am 15. Juli 1993 - zu einem Zeitpunkt, wo die ersten Vereinsmitglieder durch Abfindungsverträge aus dem Berufsleben ausschieden- ein Gesprächsabend "über sogenannte Strukturmaßnahmen in der Hoechst AG" (so die Vereinschronik) mit Vertretern der Personalabteilung sowie dem neuen KAB-Bezirkssekretär Hans Gerd Arnold stattfand. Die Mitglieder der KAB Unterliederbach sind nicht nur für ihren Verein aktiv, sondern engagieren sich zugleich auch in der Pfarrgemeinde als Lektor und/oder Kommunionhelfer (4 Personen), bei der Hausaufgabenhilfe vor allem für ausländische Schülerinnen und Schüler (1 Person bis 1994), beim Bücherdienst im Höchster Krankenhaus (2 Personen), im Besuchsdienst der Gemeinde für neu zugezogene Gemeindemitglieder oder anlässlich runderG eburtstage älterer Gemeindemitglieder (4 Personen), zeitweise auch im Pfarrgemeinde- bzw. Verwaltungsrat (je 1 Person), wobei der KAB Vorsitzende ständiges Gastrecht im Pfarrgemeinderat hat, in dem er thematisch Verantwortung trägt für das Thema "Kirche und Arbeitswelt". Drei Mitglieder sind in politischen Parteien aktiv. Aus den Arbeitsschwerpunkten des Vereins herausragend waren die Feier des 10-jährigen Vereinsbestehens mit einem Dankgottesdienst und einem "Bunten KAB-Abend" am 8.6.1991, die Veröffentlichung einer Vereinschronik sowie eine Romreise vom 15. - 24.11.91 aus diesem Anlaß. Das 15jährige Vereinsbestehen wurde am 21.4.1996 mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Mittagstreff rund um die Kirche gefeiert, wo auch eine Ergänzung der Vereinschronik über die vergangenen 5 Jahre veröffentlicht wurde. Danach wurde die Chronik jährlich vom Schriftführer erstellt. Zum 20-jährigen Bestehen erschien wieder eine Festschríft, bei der allerdings auf die chronologische Darlegung der Vereinsaktivitäten zu Gunsten eines Überblicks über die von der KAB behandelten Themenfelder verzichtet wurde. Das 20jährige Vereinsbestehen war Anlaß für drei in diesem Zusammenhang stehende Veranstaltungen: den Festgottesdienst mit anschließender Feier "Rund um den Kirchturm", die von der KAB 2.9.2001 ausgerichtet wurde und bei der das vom Vereinsvorsitzenden und Vereinspräses gestiftete Banner gesegnet wurde, außerdem eine Fahrt in die Toskana (29.9. - 8.10.2001) sowie die Ausrichtung des KAB-Bezirkstag am 2.11.2001. Neben diesen gab es weitere besondere Ereignisse seit der Vereinsgründung: Die Ausrichtung des Bezirkstags am 22.11.1987 zum Thema "Die Verantwortung des Christen für Politik und Gesellschaft" mit Verbandspräses Pater Germar Pawelletz, OP und dem hessischen Sozialminister Karl Heinz Trageser. Die Gestaltung des Bezirkseinkehrtages am 1.3.1998 zum Thema "900 Jahre Hildegard von Bingen - Mensch sein im Einklang mit der Schöpfung" mit Hildegard Döring-Böckler. Die Wahl des Vereinsvorsitzenden Andreas Mengelkamp zum KAB Bezirksvorsitzenden am 9.10.1993 und zum KAB-Diözesanvorsitzenden am1.3.1997. Die Ehrung der Gründungsmitglieder Georg Wagner und Franz-Josef-Günther mit dem Alexander-Stein-Ehrenbrief am 2.11.2001 durch dieKAB-Diözesanleitung.

Der Verein heute

Für die Vereinsaktivitäten ist das Jahresprogramm ein wichtiger Rahmen, durch den die Anliegen und Interessen der Mitglieder gebündelt und zugleich nach außen die Schwerpunkte der Vereinsarbeit deutlich werden. Dazu überlegt der Vorstand im Herbst, welche Schwerpunkte im kommenden Jahr gesetzt werden sollen, wobei auch Anregungen der übrigen Vereinsmitgliedergern aufgegriffen werden. Folgende Eckpunkte prägen das Jahresprogramm: Der Mitgliederabend, der am zweiten Donnerstag im Monat stattfindet. Seit November 1986 umfasst dieser Abend drei Teile: zu Beginn die Teilnahme am Gemeindegottesdienst, danach ein kleiner Imbiss, der abwechselnd von den regelmäßig teilnehmenden Mitgliedern vorbereitet wird, und schließlichein Gespräch zu einem bestimmten Thema, zu dem meistens ein Referent eingeladen wird. Dabei geht es vor allem um religiöse, sozial- und gesellschaftspolitische Themen, mit denen aktuelle oder grundsätzliche Fragen aufgegriffen werden. Solche thematischen Gespräche gibt es an etwa neun Abenden im Jahr; ausgenommen ist das Treffen im Dezember, das als adventlicheFeier durchgeführt wird, sowie in der Regel zwei Abende im Jahr,bei denen das Gespräch der Mitglieder untereinander im Vordergrund steht. Darüber hinaus werden folgende Andachten und Gebetsstunden von KAB-Mitgliedern gestaltet: Eine Kreuzwegandacht, eine Gebetsstunde amGründonnerstag, eine Maiandacht, eine Gebetsstunde am 2. Oktober im Rahmen der "Gebetsnacht für den Frieden", eine Rosenkranzandacht sowie der Rorategottesdienst am 2. Donnerstag im Dezember, wobei unser Mitglied Georg Wagner für alle diese Gebete Standardtextvorlagen erstellt hat, die durch aktuelle Texte ergänzt werden können. An geselligen Veranstaltungen gibt es einen Ausflug am 1. Mai (seit 1983), einen gemütlichen Gärtchesdaach im Juni, ein Treffen zum Kegeln oder einen Theaterbesuch sowie im November einen Abend bei "Weck, Worscht und Woi", der in den vergangenen Jahren zusammen mit dem Familienkreis der St. Johannes-Gemeinde gestaltet wurde. Im Laufe der Jahre wechselten die Veranstaltungstypen ein wenig: Gemeinsame Seminare zu gesellschaftspolitischen Fragen fanden zusammen mit der KAB Zeilsheim, KAB Kelkheim und 1983 auch mit der KAB Okriftel in den Jahren 1983, 1985, 1986, 1987, 1989, 1991, 1992 (nur mit KAB Kelkheim) und 1993 statt. Themen dieser Ringseminare waren z.B.: Die Frau als Arbeitnehmer (1983), Neue Technologien - Gefährdung und Chance für den Menschen? (1985), Die Schöpfung - dem Menschen anvertraut"(1986), Unsere Sorge um die Umwelt - Voraussetzungen für unser Weiterleben(1987), Ist jeder seines Glückes Schmied? (1989), Sozial auf Kostender Frauen? (1991), Gewalt und Kriminalität von Jugendlichen (1992), Familie und Partnerschaft im Wandel (1993). Im etwa gleichen Zeitraum wurden auch Sozialpolitische Frühschoppen durchgeführt, u.a. am 25.4.1982 mit Pater Dr. Friedhelm Hengsbach SJ zumThema "Recht auf Arbeit - Arbeitslosigkeit", am 15.5.1983 mit Helmut Link (MdB): "Arbeitslos - Dauerzustand?", am 27.5.1984 mit Dr. Heinz Riesenhuber (MdB, Bundesminister für Forschung und Technologie) über "Neue Technologien - Jobkiller oder Hoffnung auf eine bessere Zukunft?", am 9.6.1985 mit Emil Hauptmann über "Hilfe für Afrika - versickert unser Geld im Wüstensand?", am 13.11.1988 mit Dr. Karl Becker (MdB) über "Was kosten uns unsere Krankheiten - ab am 29.10.89 mit Dr. Heinz Riesenhuber über "Neue Technologien! - Verantwortung und Chance am Beispielder Gentechnologie", am 28.10.1990 mit Rudolf Friedrich (MdL) über"Wiedervereint! - und wie geht's weiter?", am 27.3.1994 mit Prof. Dr. Heinz Riesenhuber (MdB) über "Standort Deutschland im zusammenwachsenden Europa".Eine Veranstaltungsform, die zur Regelmäßigkeit geworden ist, ist neben derTeilnahme am jährlichen Gemeindefest im Mai, das Mitwirken bei "Rund um den Kirchturm", wo die KAB üblicherweise mit einem Grillstand vertreten ist und den Erlös für das Weltnotwerk spendet. Inspiriert wurde dies Engagementu.a. durch eine Aktion des KAB-Bezirksverbands Rhein-Main am 23.10.82 auf dem Frankfurter Liebfrauenberg. Außerdem wurde am28.9.1985 eine weitere Sammlung für das Weltnotwerk zusammen mit der KAB Zeilsheim und KAB Kelkheim auf dem Höchster Dalbergplatz durchgeführt. Dem gleichen Zweck diente auch der Erlös des Wein- und Winzerstands anlässlich der 1200-Jahrfeier des Stadtteils Unterliederbach am 7.6.1986. Soziales Engagement wurde auch darin deutlich, dass die KAB Unterliederbach zu den Gründern des Vereins zur Unterstützung der Arbeitnehmerjugend in den katholischen Pfarrgemeinden des Dekanats Frankfurt/Main. -Höchst e.V. am 8.6.1986 oder 8.9.1986 gehörte. Nachdem die KAB Unterliederbach mit Beginn des Jahres 1992 Mitglied im Vereinsring Unterliederbach geworden war, haben wir seitdem bis 1997 auch mit einem Stand am jährlich stattfindenden Bürgerfest teilgenommen (31.5.1992, 6.6.1993,11.6.1995, 2.6.96, 8.6.1997). Ein weiteres Engagement zu Gunsten der einen Welt ist das Fastenessen, das zunächst KAB-Frauen gekocht haben. In den Jahren 1993 - 1996 wurde das Fastenessen gemeinsam hergestellt von den KAB-Frauen und den Mitgliedern der neu gegründeten Eine-Welt-Gruppe der Pfarrei, die danach selbst dieser Aufgabe annahm. Weitere Kooperationen zwischen der KAB und der Eine-Welt-Gruppe gab es bei verschiedenen Veranstaltungen: ein Reisebericht von Andreas Mengelkamp und anderen Reiseteilnehmern über einen Besuch der KAB-Schwesterorganisation ACO im Jahr 1996 in Brasilien. Zusammen mit der Eine-Welt-Gruppe St. Johannes und der Pfarrgemeinde wurde die KAB Unterliederbach Mitträger der Kampagne "Erlassjahr 2000". Neben der finanziellen Unterstützung dieser Kampagne wurden zwei Informationsveranstaltungen am 19.1.1999 und am 18.1.2000 durchgeführt und 114 Unterschriften für den Aufruf zum Schuldenerlass gesammelt, der am19.6.1999 an die Teilnehmer des G7-Gipfels in Köln übergeben wurde. Eine weitere Informationsveranstaltung zur Nachfolgekampagne fand am 8.8.2002 mit dem Ergebnis statt, dass die KAB weiterhin mit der Pfarrgemeinde und der Eine-Welt-Gruppe diese Nachfolgekampagne unterstützen wird. Die erste sozialpolitische Initiative, an der sich die KAB Unterliederbach beteiligt hatte, war die bundesweite Unterschriftenaktion "Rente für Mütter" im Jahr 1983. Ferner hatten wir uns befasst mit der Lebenssituation im Stadtteil Unterliederbach durch je ein Gespräch mit dem Verein Caritas der Gemeinde St.Johannes Apostel (9.9.1999) und Herrn Fleckenstein vom Caritasverband (9.11.2000) über die soziale Stadtteilerneuerung in Unterliederbach-Ost. Die Entwicklung der Rentenversicherung (13.8.1998 und 12.9.2002) war ebenso ein Thema wie die Frage nach der Zukunft der Arbeit (10.9.1998). Die seit 1998 regelmäßig durchgeführten "verkaufsoffenen Sonntage" anlässlich des Höchster Schlossfestes und des Weihnachtsmarkts am 1. Adventssonntag hatten von Beginn an öffentlichen Protest und Kritik hervorgerufen, u.a. in einer Diskussionsveranstaltung am 8.6.1998 im Pfarrheim St.Josef mit dem IHK-Vorsitzenden Herrn Reichert sowie Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche, in den Jahren danach auch durch regelmäßige Presseerklärungen mit dem katholischen Dekan und der evangelischen Dekanin von Höchst, dem Betriebsseelsorger von Höchst und anderen KAB Vereinen.Im religiös-kirchlichen Bereich wurden in den vergangenen Jahren folgende Schwerpunkte behandelt: "Die spirituellen und sozialen Impulse des Heiligen Jahrs 2000" (Gesprächsabend am 11.5.2000 mit Pfarrer Meuer), die Ökumene zwischen Katholiken und evangelischen Christen (Gesprächsabende mit Pfarrer Meuer am 14.5.1998 und Pfarrer Dr. Volz am 9.7.1998), das Verhältnis von Christentum und Judentum (Besuch der Synagoge im Westend am 31.10.1999, Gesprächsabende mit Schwester Clemens Mariavon den Sionsschwestern, über "Symbole im jüdischen Glaubensleben" am14.10.1999, Frau Rychla, einem Mitglied der jüdischen Gemeinde Frankfurt über "Das Glaubensleben der Juden heute" am 13.1.2000 und Dr. Ansgar Koschel über "Perspektiven des christlich-jüdischen Dialogs" am 10.8.2000, sowie zwei Berichte über eine Israelreise von Andreas Mengelkamp unter dem Thema "Auf den Spuren christlich-jüdischer Tradition" am 24.2. und 23.3.2000. Zur Vertiefung des Verständnisses zwischen den Religionen wurde zunächst an zwei Bildungsabenden Anfang des Jahres 2002 das Verhältnis zwischen Christentum und Islam behandelt. Im Juni wurde die Moschee des Türkischen Kultur- und Bildungsvereins in Höchst besucht. Ein Gegenbesuch fand Ende Oktober in der Gemeinde St. Johannes Apostel statt. Neben den thematischen Aktivitäten bietet die KAB Unterliederbach auchverschiedene Freizeitangebote, z.B. seit 1983 jährlich einen Ausflug am 1.Mai. Zwischen 1989 und 1999 wurden 7 Tagesausflüge in die Weinregionen im Umfeld Frankfurts durchgeführt, bei denen uns Georg Wagner nicht nur die Landschaft, ihre Geschichte und die Produktionsbedingungen im Weinbau näher brachte, sondern stets mit einer Andacht in einer Kirche einen religiösen Impuls gab und gleichwohl die Freude am Wein nicht zu kurz kommen ließ. Seit 1997 wurden auch vier Besinnungswochenenden zu religiösen Themen in Nothgottes durchgeführt. Darüber hinaus nehmen Mitglieder auch an anderen KAB-Veranstaltungen teil, u.a. an dem jährlich stattfindenden Einkehrtag, dem Bezirkstag oder Aktionstagen. Ferner nutzen einige Mitglieder die Möglichkeit, preisgünstig an den Bildungsveranstaltungen und Urlaubsangeboten teilzunehmen, die vom KAB-Bezirksverband Rhein-Main, dem KAB-Diözesanverband oder anderen KAB-Organisationen angeboten werden. Sozial- und gesellschaftspolitische Fragen stellen einen ebenso wichtigen weiteren Schwerpunkt dar, denn aus unserem Verständnis heraus braucht der Glaube auch soziale Konsequenzen - als Glaubenszeugnis und als Dienst an den Menschen in dieser Gesellschaft. In den letzten Jahren wurde im jährlichen Wechsel im Sommer einer seit seine Tagesbusfahrt in eine Weinregion - organisiert und geleitet von unserem Mitglied Georg Wagner - oder ein Einkehr- und Begegnungswochenende in Nothgottes im Rheingau durchgeführt. Seit dem Jahr 2000 richtet sich der Protest auch gegen die Börsenöffnung an den kirchlichen Feiertagen Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag und Fronleichnam sowie am 3. Oktober. Dieser Protest wird vom KAB-Stadtverband Frankfurt zusammen mit Vertretern der Evangelischen und der Katholischen Kirche sowie den Gewerkschaften vor Ort zum Ausdruck gebracht. Wichtig war stets sich den Themen der Zeit zu stellen: Das Gesprächsangebot anderer KAB-Verantwortlicher, insbesondere des KAB-Bezirkssekretärs Rainer Göllnitz, war dazu eine wichtige Hilfe, denn zur gedeihlichen Entwicklung des Vereins aus der Mitgliedschaft heraus war immer wieder auchdie unterstützende Begleitung des Verbandes wichtig. Heute hat der Verein 38 Mitglieder.