Sossenheim

Der Vorsitzende ist Georg Wilke.

Er ist unter 069/341385 und georg.wilke@stadt-frankfurt.de zu erreichen.


Frühe Geschichte

1902 wurde ein Arbeiterverein in Sossenheim im Schematismus von Limburg ausgewiesen. 1904 hatte er laut KAB-Almanach 95 Mitglieder eine Kranken- und Sterbekasse, Präses war Pfarrer Dr. Faust. 1911 wurden 102 Mitglieder genannt, dann folgte ein Rückgang auf 95 zumeist durch Todesfälle. Zum Rückgang hatten nach Auffassung des Pfarrers auch Umstrukturierungen und die Neuwahl eines Präsidenten geführt, außerdem das schlechte Wahlergebnis für das Centrum beigetragen. Es sollte ein Jugendabteilung eingerichtet werden. Im Jahr sind vier besondere religiöse Veranstaltungen. Präses war Pfarrer Franz Englert. 1930 waren es in Frankfurt-Sossenheim 76 Mitglieder. 1953 auf dem Diözesantag der KAB in Limburg war der Verein vertreten.

Neugründung 

Im September 1995 wurde Albert Seelbach als Pfarrer in Sossenheim eingeführt. Mit dabei waren der Bezirkspräses Wolfgang Steinmetz, der damalige Bezirkssekretär Hans- Gerd Arnold und weitere KAB-Mitglieder, besonders solche, die mich noch aus der Zeit meiner CAJ-Arbeit in Frankfurt (1956 - 1962) kannten. Das machte mir Lust und Mut an die Gründung einer KAB zu denken, zumal die Gemeinde weitgehend von Arbeitnehmern (Höchst usw.) geprägt ist. Nachdem ich mich etwas in Sossenheim eingelebt hatte und die Situation einigermaßen kannte, überlegte ich erste Schritte. Am 18.6. 1997 schrieb ich einen Brief an Gemeindemitglieder, die ich durch Taufen, Erstkommunion und andere Begegnungen persönlich kannte und wo ich mir Interesse an der KAB erhoffte. Der PGR hatte den Schwerpunkt "Junge Familien" gewählt. Da knüpfte ich an und bot an, eine Gruppe der KAB zu gründen, bei deren Arbeit die Familie eine große Rolle spielt, z. B. durch die Teilnahme an Familienbildungsfreizeiten in Günne und durch Bildung von Familienkreisen. Ich fügte dem Brief KAB-Prospekte bei und bot weitere Informationen und Gespräche an. Ich bat um Antwort, ob bei den angeschriebenen Leuten Interesse besteht. Da kam nicht viel an Reaktion. Der Bezirksverband veranstaltete am 8.11.97 bei uns in Sossenheim eine Familienseminar mit dem Thema "Kindern Grenzen setzen". Es nahmen etwa 20 Personen teil. Eine Familie kam dadurch auch zur Familienbildungsfreizeit in Günne und 2 Personen wurden Mitglied, allerdings in Unterliederbach. Frau Elli Ratazzi, die in Sossenheim wohnt, gehört schon lange zur KAB Unterliederbach, kommt aber auch von Anfang an zu unserer Gruppe. Im März 1998 unternahm ich einen weiteren Versuch und lud zu einem Informationsabend ins Gemeindehaus ein. 10 Personen nahmen teil. Ich hielt einen Vortrag über die KAB. Ein zweiter Abend mit einem (leider gar nicht aktuellen) Video- Film über die KAB (Verbandstag usw.) fand im Mai statt. Bei weiteren Abenden bereiteten wir einen Sonntagsgottesdienst zur Werbung für die KAB vor, der am 13. September stattfand. Davon erhofften wir uns eigentlich den Durchbruch in der Gemeinde, aber leider blieben zum anschließenden Beisammensein (mit Grillen) nur wenig Leute da. Geholfen hat uns dabei auch das Ehepaar Günther aus Unterliederbach. Im Oktober 1998 nahm Frau Akberet Zeweldi mit ihren beiden Töchtern an der Familienbildungsfreizeit in Günne teil. Im Januar 1999 wurden Frau Dr. Hiltrud Fieger-Büschges und Herr Stefan Schäfer gemeinsam mit mir als Leitungsteam gewählt. Von da an fanden monatliche Treffen statt, bei denen mit dem KAB-Gebet begonnen wurde und meist eine Lebensbetrachtung oder das Lebendige Evangelium gemacht wurden. Im März nahmen mehrere von uns am Einkehrtag der KAB teil. Schließlich am 29.9. 1999 schritten wir zur Gründung der KAB in Sossenheim. Daran nahmen auch teil: Die Bezirksvorsitzende Elisabeth Steyer mit Ehemann, der Diözesanvorsitzende Andreas Mengelkamp und der Bezirkssekretär Klaus Schönberger und einige Interessierte, die noch nicht Mitglied waren. Mit 8 Mitgliedern (Ehepaar Büschges, Ehepaar Schäfer, Georg Wilke, Akberet Zeweldi, Erna Alter und Albert Seelbach) wählten wir einen kleinen Vorstand: Vorsitzende: Dr. Hiltrud Fieger-Büschges, Stellv. Vorsitzender: Georg Wilke, Kassierer und Schriftführer: Stefan Schäfer, Präses: Pfarrer Albert Seelbach. Wir einigten uns darauf, uns monatlich am dritten Donnerstag zu treffen und überlegten miteinander das Programm der nächsten Monate. Am 20. Oktober feierten wir die Gründung mit einer Tischmesse im Pfarrhaus, bei der auch die oben genannten Gäste und die Vorsitzende der kfd in Sossenheim, Frau Anneliese Feller teilnahmen. Das Thema war das Gleichnis vom Senfkorn.

Geschichte

Das Jahr 2000 begannen wir mit einer Veranstaltungsreihe "Kirche in der Großstadt" u.a. mit dem Thema Ökumene, dem Bericht des Arbeiterpriesters Thomas Schmidt über seine Erfahrungen, dem Thema Gewalt gegen Minderheiten und dem Bericht des Gefängnisseelsorgers Reinhold Philipp (Höchst). Regelmäßig gestalteten wir unsere Treffen auch als "Aktionskreis" entweder mit einer Lebensbetrachtung oder dem Lebendigen Evangelium. Vermutlich zeichnet das die KAB von Sossenheim aus, ebenso, dass wir ein eigenes Jahresthema haben. Die Lebensbetrachtung geschieht so, dass jeder Teilnehmer ein Erlebnis aus jüngster Zeit berichten kann. Gemeinsam wird dann eines davon (oder auch manchmal zwei) ausgewählt und nach dem Dreischritt "Sehen - urteilen - handeln" gründlich besprochen. Themen waren dabei z.B.: Mobbing, Erste Hilfe, Vorurteile gegenüber Menschen aus anderen Kulturen, Erziehung, Nachbarschaft und andere. Manchmal wurde das Thema in einer größeren Versammlung fortgesetzt und vertieft, z. B. das Thema Mobbing. Durch die Lebensbetrachtung werden die Mitglieder geschult. Besonders die Kräfte des Gemüts, des Verstandes und des Willens werden gestärkt, wenn man sich ernsthaft auf diese Methode einlässt. Das Jahr 2001 wurde eröffnet durch einen Gesprächsabend mit dem Diözesanpräses Ernst Leuninger über die Ziele der KAB. Weitere Programmelemente: - Besuch des Rhein-Main Flughafens und Gespräch mit dem Flughafenseelsorger, Pater Maader. - Unter dem Jahresthema "Arbeitswelt im Wandel - der Mensch im Mittelpunkt?" fanden Gesprächsabende zu den Themen "Mobbing", "Zukunft der Arbeit und Arbeit der Zukunft", "Einfluss der Arbeit auf Ehe und Familie", "Krankmachende und heilende Gottesbilder" statt. Etwa 5 Mitglieder nahmen an den Schulungen in Naurod zur Katholischen Soziallehre statt. Wir haben auch einen Gesprächskreis dazu begonnen, er ist aber nach 3 oder 4 Treffen ausgelaufen. Eine besondere Aktion führten wir am "Tag der Pfarrgemeinde" an Fronleichnam durch: Eine Tombola unter dem Motto "Gewinnen mit St. Michael", bei der Preise wie Kutschfahrt, Freikarten für Konzerte, Museum, Essen im Pfarrhaus, Wasserskifahrt und ähnliche "Events" zu gewinnen waren. Etwa 2700.- DM Erlös für Albanien konnte erzielt werden. Für 2002 haben wir das Jahresthema "Aktuelle Themen im Licht der katholischen Soziallehre" gewählt. Einzelthemen waren: "Überschuldung privater Haushalte und Schuldenberatung", "Zusammenleben mit Menschen aus anderen Kulturen" (mit dem zuständigen Stadtrat Dr. A. Magen und etwa 50 Teilnehmern), "Die Verantwortung der Christen für die Bewahrung der Schöpfung", "Besuch des Versandhauses Neckermann", "Leben in der Freundschaft mit Jesus". Regelmäßig haben wir auch Aktionskreis-Treffen gehabt. Das Jahr klang aus mit einem adventlichen Abend mit Pfarrer i.R. Lothar Zenetti "Weihnachte bei uns dehaam", der den etwa 50 Teilnehmern sehr gut gefiel.

Der Verein heute

Zur Zeit haben wir 33 Mitglieder, von denen allerdings 11 nicht in Sossenheim wohnen. Unsere erste Vorsitzende ist mit ihrer Familie nach Bingen gezogen. Unsere Ziele für das Jahr 2003 sind: - Gewinnung weiterer (junger) Mitglieder. - Die KAB als wichtige Gruppe in der Gemeinde profilieren. - Kontakte und Zusammenarbeit im Stadtteil. - Die Spiritualität der KAB leben. Für 2003 haben wir das Thema: "In Beziehung leben". Es geht u.a. um die Beziehung zu Gott (Glaubenskurs mit 8 Abenden), zur Gemeinde, zu Nachbarn, zur Familie, zu Mitmenschen aus anderen Kulturen und Religionen, zur Schöpfung.