KAB Sachsenhausen

Der Vorsitzende ist Raimund Riedel.

Er ist unter 069/622406 zu erreichen.

Gründung

Es waren unsere Großväter und Väter, die aus dem Umland von ihrem väterlichen Hof kamen, um hier in Frankfurt eine Existenz zu gründen. Viele fanden sie bei der Brauerei, der Post oder der Bahn. Die Kirche war damals ihre Heimat. Man traf sich beim Kirchgang und suchte eine Gemeinschaft. Die fand man im Katholischen Arbeiterverein, der 1902 in der Frankfurter Dompfarrei entstand. Die Mitglieder aus den Wohngebieten am Stadtrand waren bald stark genug, um eigene Vereine zu planen. Im September 1908 wurde der Katholische Arbeiterverein Sachsenhausen gegründet.

Geschichte

Die Weihe der Fahne wurde für den 9.August 1914 vorbereitet- wegen des Beginns des Ersten Weltkrieges konnte sie nicht stattfinden. Erst am 17 August1919 konnte endlich die reich bestickte Fahne in der Pfarrkirche von Deutschorden feierlich geweiht werden. Im Jahr 1924 zählte der Verein 130 Mitglieder und verfügte über eine eigene Bücherei. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde die Vereinsarbeit immer schwieriger bis am 23. Januar 1939 die Katholischen Arbeitervereine im Bistum Limburg von der Gestapo verboten wurden. Daraufhin traf man sich bis 1940 in Deutschorden zum Frühschoppen, der Frühschoppen diente als Tarnung. Unser damaliger Präses, Pfarrer Mohr erinnerte sich: "Wir hielten alle fest zusammen. Wir hatten Mut und Kampfgeist. Die regelmäßigen Treffen waren gut besucht - trotz der Bedrohung. Wir waren Gegner der Nazis." In der Nacht vom 4. zum 5. Oktober 1943 ging Deutschorden imFeuer der Brandbomben unter. Die dort versteckten Unterlagen des Vereins und die Fahne verbrannten mit. Runde 30 Jahre (1908 bis 1939) Vereinsgeschichte waren ausgelöscht. Nach dem Krieg waren es die Flüchtlinge, die eine neue Heimat suchten. Viele von ihnen fanden sie beim Katholischen Arbeiterverein Sachsenhausen. Zehn Jahre nach dem Verbot predigte am 20. März 1949 der Jugendleiter der KAB, Pater Schmitz S. J. in St. Bonifatius in Sachsenhausen, sein Thema war "Rom oder Moskau". Seine Worte waren so überzeugend, daß sich nach dem Hochamt etwa 100 Männer versammelten. Diese Männer beschlossen die Wiedergründung des Katholischen Arbeitervereins Sachsenhausen. Die Gründungsversammlung fand am 26. März 1949 im Unterkirchensaal von St. Bonifatius statt. Der junge Verein mit der alten Tradition begann mit 35 Mitgliedern, am Jahresende waren es bereits 95. Am 20. Februar 1950 begann mit einem Kappenabend im Felsenkeller inFrankfurt-Oberrad eine Tradition, die über viele Jahre vom Verein gepflegt wurde. Die späteren Fremdensitzungen mit Elferrat füllten die Schlachthofgaststätte bis auf den letzten Platz und standen den Sitzungen der Karnevalsvereine kaum nach. Es kam zu einem guten Neuanfang.  Nach Jahren des Aufschwungs dachte man, die soziale Frage sei gelöst, das wirkte sich bis heute auf den Mitgliederschwund aus. Auch die Namensänderung in Katholische Arbeitnehmer-Bewegung KAB änderte daran nichts.

Der Verein heute

Die neuen Entwicklungen im Arbeitsleben und das veränderte Freizeitverhalten führen dazu, dass immer weniger Leute bereit sind sich in Arbeitnehmerorganisationen zu engagieren. Trotz allem sehen wir aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung, dass es noch viele neue Aufgaben für die KAB gibt und die Gemeinschaft auch weiterhin für viele Menschen und erst recht für die Mitglieder der KAB Sachsenhausen wichtig ist. Unseren Ansprüchen versuchen wir in der KAB Sachsenhausen einmal durch Veranstaltung von Bildungsabenden mit Themen aus Gesellschaft, Politik und Religion gerecht zu werden, wie z.B. Zukunftssicherung für Deutschland - Qualität der Ausbildung, Mediengesellschaft: Quote oderQualität und Verantwortung, Werte in der Gesellschaft heute - vom christlichen Standpunkt aus. Aber auch die Geselligkeit soll bei uns nicht zu kurz kommen. Schon seit 1951 führen wir jährlich unseren traditionellen Busausflug durch. Im Sommer treffen wir uns zu einem gemütlichen Beisammensein - seit einigen Jahren im Garten unseres derzeitigen Vorsitzenden. Die Adventszeit begehen wir mit einem besinnlichen Nachmittag, an dem wir vorher auf dem Friedhof die Gräber verstorbener KAB Mitglieder besuchen. Auch die Reiseangebote der KAB nutzen wir vielfach als Gruppe. Ende 2002 haben wir 71 Mitglieder, die sich auf mehrere Pfarreien in Sachsenhausen verteilen, jedoch auch auf Pfarreien in Oberrad und Niederrad. Leider fällt es uns schwer jüngere Mitglieder zu gewinnen. Trotzdem können wir monatlich eine Veranstaltung aus dem Bereich Bildung oder Geselligkeit anbieten.