KAB Lindenholzhausen

Der Vorsitzende ist Alfred Rompel.

Zu erreichen unter 06431/72945 oder
per Mail lindenholzhausen@kablimburg.de.

Eine umfangreiche Darstellung der Geschichte der KAB Lindenhausen finden Sie unter http://www.lindenholzhausen.de/historie-kab

 

Gründung

 

Durch die Veränderungen in der Arbeitswelt und die Zunahme von abhängigen Beschäftigungsverhältnissen in Handwerk und Industrie fanden sich im Februar 1907 Männer der Pfarrei St. Jakobus Lindenholzhausen zusammen und gründeten unter Pfarrer Josef Mono den katholischen Arbeiterverein als Vorgänger der KAB. Aus einer noch vorhandenen Mitgliedskarte aus der Gründerzeit geht hervor, dass der monatliche Beitrag 20 Pfennige betragen hat. Im Jahre 1910 zählte der Verein 56 Mitglieder. Im Jahr fanden 13 Veranstaltungen statt.

 

Geschichte

 

 

In den zwanziger Jahren blühte die Vereinstätigkeit unter Pfarrer und Präses Johannes Schermuly auf. Alle vier Wochen war eine Monatsversammlung im Schwesternhaus, in der religiöse und soziale Themen besprochen wurden. Von 1931/32 liegt noch das Mitgliedsheft von Jakob Wagner vor. Dort ist auch die damalige Satzung abgedruckt. Aus der ist im § 5. ersichtlich, dass an der Spitze des Vereins ein katholischer Pfarrgeistlicher als Präses stand, ihm zur Seite stand ein Vicepräses, ein 1. und 2. Schriftführer und ein Kassierer, diese bildeten den engeren Vorstand. Zum erweiterten Vorstand gehörten Mitglieder als Beisitzer oder Vertrauensleute, auf je 25 Mitglieder kam einer. Am 3. Juli 1932 wurde das 25jährige Stiftungsfest gefeiert. Um 9 1/2 Uhr war feierliches Levitenamt mit Festpredigt von Diözesanpräses Pfarrer Lamp. Nachmittags ging unter Beteiligung aller Ortsvereine ein Festzug zum Sportplatz, wo eine öffentliche Kundgebung mit Arbeitersekretär und Stadtrat Ferdinand Grün über die politische Lage der damaligen Zeit stattfand. Am Abend fand eine Familienfeier statt, bei der 12 Mitglieder für ihre 25jährige Mitgliedschaft geehrt wurden. Die Werkjugend trug mit der Aufführung eines Theaterstücks zum Gelingen des Abends bei. Die folgenden Jahre waren vom Ernst der Zeit geprägt. Im Protokollbuchvom 30. Juli 1933 wurde erwähnt, dass mit der Unterzeichnung des Reichskonkordates die Arbeitervereine in die Arbeitsfront eingliedert wurden. Mit der Machtübernahme des Dritten Reiches wurde die Vereinstätigkeit erschwert und später untersagt. Auch die 1910 aus Spenden angeschaffte Vereinsfahne ging in dieser Zeit verloren. Der letzte Eintrag im Protokollbuch war am 12. Mai 1935. Ein neues Blatt der Vereinsgeschichte wurde am 26. Oktober 1947 aufgeschlagen. Die Neugründung nannte sich zunächst zwar Männerwerk, aber seit diesem Datum hatten sich von etwa 80 Erschienenen 27 zum Westdeutschen Verband der Arbeitervereine angemeldet. Jetzt fanden wieder regelmäßig Monatsversammlungen statt. Für die Männer wurde alljährlich am Palmsonntag ein Einkehrtag abgehalten und ebenso das Christkönigsfest als„großer Tag der Männer“ begangen. Einen Markstein setzen die Mitglieder mit der Pfarrgemeinde in der Errichtung eines Wegkreuzes in der Bahnhofstraße. Die Einweihung fand unter großer Beteiligung der Männer am Christkönigsfest 1949 statt. Die Pflege der Anlage und des Wegkreuzes blieb Jahrzehnte Aufgabe der Mitglieder. Erwähnenswert sind u. a. die Monatsversammlungen zu sozialen und politischen Themen der damaligen Zeit 1957 mit Kaplan Alois Staudt zum Thema “Gefährdeter Sonntag durch gleitende Arbeitswoche” und 1962 mit dem ehemaligen Offizier der Roten Armee, Oleg Krassowski zum Thema „Die Sowjetische Politik und die Wiedervereinigung Deutschlands”. Eine gezielte Mitgliederwerbung im Januar 1977 führte zu einer Erhöhung des Mitgliederstandes auf 46. Dadurch wurde das Vereinsleben aktiviert. In den regelmäßigen Monatsversammlungen wurden z. B. folgende Themen behandelt: Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand; Grenzen des Wachstums; Frau in Familie, Beruf und Gesellschaft; Neue Technologien - Gefährdungen und Chancen; Ist die Kirche von heute auch noch die Kirche von morgen? Sozialwahlen, Renten-, Gesundheits- und Steuerreform, Arbeitsrecht. Am 1. Mai 1982 - zum 75. Bestehen der KAB Lindenholzhausen - wurde in einem Festgottesdienst von Diözesanpräses Staudt das neue Banner geweiht. Durch die Einführung der Familienmitgliedschaft, wodurch die Ehegatten zu gleichberechtigten Mitgliedern wurden, und die Gewinnung von jungen Familien wurden neue Akzente für die Vereinsarbeit gesetzt. Das Jahresprogramm wurde familiengerechter gestaltet und bezieht jetzt auch die Kinder mit ein. So sind ein fester Bestandteil der Familienwandertag am 1. Mai, Radtouren und Wanderungen in den Ferien sowie Spielabende im Pfarrzentrum St. Jakobus. An den Bezirks- und Diözesantagen sind wir durch die Delegierten vertreten. Auch an Veranstaltungen des Verbandes wie Wallfahrten, Jubiläen, Bildungskursen beteiligen sich unsere Mitglieder. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die seit 1987 jährlich durchgeführte Familienbildungsfreizeiten/Familienseminare in Günne/Möhnesee mit jeweils ca. 60 Teilnehmern. Hier haben die Teilnehmer die Chance, erholsame Tage in Verbindung mit Bildungseinheiten des KABAktionsprogramms zu erleben.

 

Der Verein heute

 

Die KAB Lindenholzhausen konnte in den letzten Jahren ihre Mitgliederzahlen kontinuierlich erhöhen und zählt heute 172 Mitglieder, zu denen auch evangelische Christen gehören. Sie ist fester Bestandteil der katholischen Kirchengemeinde Lindenholzhausen. Innerhalb der jeweiligen Jahresprogramme nehmen religiöse Themen (Frühschichten in der Advent- und Fastenzeit, Ölbergwache, Bildstockgang) sowie besonders Fragen der Arbeits und Sozialpolitik einen breiten Raum ein. Themen wie Arbeitsrecht für Arbeitnehmer, Veränderungen in der Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung, Anerkennung von Rentenversicherungszeiten für Kindererziehung und Pflegebedürftige, Neueinführung der Riester-Rente, Sozialwahlen usw. gehören zum festen Veranstaltungsrahmen.

 

 

Vorsitzendevonbis
Jakob Wagner19071935
Willi Burkhölzer19471975
Bernhard Wagner19751986
Alfred Rompel1986

 

 

Präsidesvonbis
Pfarrer Josef Mono19041907
Pfarrer Emil Schmidt19071921
Pfarrer Johannes Schermuly19211946
Pfarrer Clemens Bruckner19461970
Pfarrer Willi Siegmund19702005
Bernhard Harjung, Geistl. Begl.2005