KAB Eschhofen

Der Vorsitzende ist Stefan Thomas.

Zu erreichen ist er unter 06431/74285
oder per e-mail an eschhofen@kablimburg.de.


Gründung

 

Der sinnlose Krieg, der seit 1939 soviel Elend über die Völker Europas gebracht hatte, ging mit der bedingungslosen Kapitulation des Dritten Reiches 1945 zu Ende. Die Städte waren zerstört, die Menschen hungerten, ehemalige Soldaten befanden sich in Gefangenschaft, Millionen von Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Viele waren dem Krieg oder der verbrecherischen Hitler- Diktatur zum Opfer gefallen. Wie sollte es weitergehen? Nur die Botschaft Jesu Christi konnte in dieser trostlosen Zeit Hoffnung und Zuversicht geben. Die katholischen Verbände, besonders die KAB, wollten diese Botschaft Jesu in Staat und Gesellschaft, in Familien und Fabriken verwirklichen. Am 8. Juni 1947 wurde nach einem Vortrag des KAB Diözesansekretärs,Gerhard Schardt aus Frickhofen, das Männerwerk gegründet. 25 Männer traten der KAB bei. Clemens Schwarz, Lehrer in Eschhofen,wurde zum Vorsitzenden gewählt. Die Mitglieder des neu gegründeten Vereins bezahlten ihren Beitrag an die KAB und erhielten monatlich die„Ketteler Wacht“, anschließend die „Katholische Arbeitnehmerzeitung“, und heute das Magazin „KAB-Impuls“. Ebenso schloss man sich dem Sozialwerkder KAB an.

 

Geschichte

 

Zum ersten Diözesan- / Delegiertentag traf man sich am 7. November 1948 im St. Georgshof in Limburg. Der Diözesantag begann mit einer Hl. Messe,die Bischof Ferdinand Dirichs mit den Delegierten in der Limburger Stadtkirchefeierte. Anschließend wurden die Regularien behandelt. Am Nachmittag war eine öffentliche Kundgebung mit dem Verbandsvorsitzenden Josef Gockeln und Bischof Dirichs als Schlußredner. Als Leitsatz des Tages und der Kundgebung hatte der Diözesanvorstand folgendes Motto herausgegeben:„Die Kirche ist das Vorbild der geordneten Gesellschaft.“ Die Kirche war es, die die wahren Werte der Menschheit vor Erniedrigung bewahrte. Die Kirche ist es, die immer und überall die Würde der menschlichen Persönlichkeit verteidigt. Die KAB Eschhofen veranstaltete regelmäßig Bildungs-und Diskussionsabende im Gasthaus Fachinger. Der Themenbereich stand im Dreieck Kirche - Gesellschaft - Arbeitswelt. So wurden die Themen „Unser Weg zur sozialen Neuordnung“ oder „Eigentums- und Vermögensbildung in der Bundesrepublik“ angesprochen. Die neuen Gesetze zum Kindergeld, der Rentenreform und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall wurden auch durch die Initiative der KAB vorangebracht und gesetzlich verankert. Die Referenten in dieser Zeit waren unter anderem Domvikar Stein aus Lindenholzhausen, Josef Türk aus Wilsenroth und Gerhard Schardt aus Frickhofen. Wegen der schwierigen Verkehrsverbindungen mussten Josef Türk und Gerhard Schardt des öfteren in Eschhofen übernachten und konnten erst am nächsten Tag die Rückreise antreten. In den 60er und 70er Jahren wurden immer mehr Fragen der Zukunft diskutiert, wie etwa „Grenzen des Wachstums“, „Der Mensch in seiner Verantwortung für die Schöpfung“ oder „Probleme der Dritten Welt“. Nach entsprechender Vorbereitung wurden Aktionen eingeleitet, wie etwa die jährliche Geldsammlung für das Weltnotwerk der KAB. Die Sammlung findet in der Regel im November statt und erbringt zwischen DM 500,- und DM1000,-. Eine der größten KAB - Aktionen in Eschhofen „Lebensrecht für Alle“ wurde 1970 gestartet. Mit über 500 Unterschriften, einer Demonstration in Bonn, zu der von Eschhofen aus ein Omnibus organisiert wurde, hat sich die KAB Eschhofen für das werdende Leben eingesetzt. Bundestagsabgeordnete aller Parteien wurden angeschrieben und um Stellungnahme gebeten. Über die Initiative der KAB brachte die Nassauische Landeszeitung einen großen Bericht mit der Überschrift „Staat soll das Leben schützen“. Der heute als selbstverständlich angesehene Vorabendgottesdienst zum Sonntag wurde nach schwierigsten Diskussionen und trotz Widerstände durchgesetzt. Bei dem Umbruch im Osten Europas im Jahre 1982 startete die KAB Eschhofen die Aktion – „Polenhilfe“. Es wurden etwa 400 Geschenksendungen an 100 Familien verschickt. Und schon 1989 konnte in einem Seminar das aktuelle Thema: „Die Einheit Deutschlands - Ursachen, Entwicklung, Perspektiven“ behandelt werden. Das in Menteroda (Thüringen) entstandene Bildungszentrum der KAB wurde mit einer Spende unterstützt. 1983 fanden mehrere Bildungsveranstaltungen zu dem Thema Arbeitslosigkeit statt. So beteiligten sich KAB-Mitglieder von Eschhofen regelmäßig an dem regionalen Arbeitskreis der KAB-Vereine Dietkirchen, Villmar, Oberselters und Eschhofen. Gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund Kreis Limburg-Weilburg und dem katholischen Bildungswerk Limburg wurden Bildungsveranstaltungen durchgeführt. Schon zu diesem Zeitpunkt wurde festgestellt, dass eine Vollbeschäftigung mit den Mitteln des wirtschaftlichen Wachstums allein nicht zu erreichen ist. Seminarabende zu dem Thema: „Der Mensch in seiner Verantwortung für die Schöpfung - Gentechnik - der Mensch als Schöpfer?“ fanden großes Interesse. Die Möglichkeit, gezielt in das Erbgut von Bakterien, Pflanzen, Tieren und auch Menschen einzugreifen, erfordert ein verantwortungsbewusstes Handeln. Eine Aktion unter dem Stichwort „Sonntag muß Sonntag bleiben“ wurde Ende der 80-er Jahre durchgeführt. Mit über 500 Unterschriften forderte die KAB Eschhofen, dass der um die Jahrhundertwende von den christlich sozialen Bewegungen erkämpfte arbeitsfreie Sonntag nicht dem Profit geopfertwerden darf, sondern auch in Zukunft uns allen erhalten bleibt. Nach wie vor gilt: Der Mensch muss im Mittelpunkt aller Überlegungen stehen, deshalb muss die Maschine für den Menschen da sein und nicht der Mensch für die Maschine. Renten- und Gesundheitsreform waren immer wieder Themen von Diskussionsveranstaltungen. Anlässlich unseres Pfarrjubiläums:- 150 Jahre PfarreiEschhofen - 100 JahrePfarrkirche - beteiligte sich die KAB an dem Festzug unter dem Motto: Die Bahn im Wandel der Zeit. Im gleichen Jahr fand der Bezirkstag der KAB Limburg in Eschhofen statt. Das Thema der öffentlichen Veranstaltung im Gasthaus Muth lautete: Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand. Mit einem festlichen Gottesdienst am 7 Juni 1997 wurden die Jubiläumsfeierlichkeiten eingeleitet. Im Sinne der KAB rief Präses Pfarrer Hubertus Janssen dazu auf, Anwalt der Arbeitslosen und Armen zu werden. Die Festansprache hielt Hermann Wagner, Referent für Erwachsenenarbeit im Bezirk Limburg, über das Thema „Für soziale Gerechtigkeit aus christlicher Verantwortung.“ Er war der festen Überzeugung, dass im Evangelium, in den Menschen, und in der KAB soviel Kraft steckt, dass wir die Probleme unserer Zeit in Solidarität mit anderen Gruppen, guten Willens ebenso zu lösen imstande sind wie schon einmal unter anderen Bedingungen nach 1945 und 1947, als diese KAB in Eschhofen gegründet wurde. Anschließend überbrachten Diözesan- und Bezirksleitung der KAB, der Kirchenchor St-Cäcilia sowie die Nachbarvereine ihre Glückwünsche. Vor dem Hintergrund der gegenwärtig tiefgreifenden Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft waren die evangelische und katholische Kirche übereingekommen, ein gemeinsames Wort der Kirchen zur sozialen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland vorzubereiten. Hier hat die KAB Eschhofen in mehreren Aktionskreisen, Schulungen und öffentlichen Veranstaltungen sowie Gesprächskreisen ihren Beitrag geleistet. Vor jeder Jahreshauptversammlung gedenken wir in einem Gottesdienst der verstorbenen Mitglieder. Die KAB versteht sich heute als Familienverband, und so wird auch die Geselligkeit im Verein gepflegt. Zu den schon erwähnten Bildungs- und Aktionsveranstaltungen sind Grillabende, Wanderungen, Ausflüge, Besuche von Nachbarvereinen, Nikolaus bzw. Adventsfeiern ein fester Bestandteil im Vereinsleben. Im Schaukasten neben der Pfarrkirche werden die Aktionen und Zielsetzungen mit Plakaten der Pfarrgemeinde vorgestellt.

 

 

Vorsitzendevonbis
Clemens Schwarz19481965
Edmund Gilberg19651975
Helmut Kaleve19751977
Berthold Fluck1977

 

 

Präsidesvonbis
Pfarrer Ludwig Schramm19471949
Pfarrer Josef Schüßler19491969
Pfarrer Dieter Klug19691977
Pfarrer Hubertus Janssen1977

 

 

 


Strömung muss immer gewährleistet sein!

KAB-Exkursion:
Stefan Thomas gibt Einblicke in Netzleitstelle der Syna

Limburg/Eschhofen. Über 20 hoch interessierte Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und weitere Interessierte aus Eschhofen, Niederbrechen und Villmar folgten am Samstag, den 11.6.2016 der Einladung des Eschhofener KAB-Vorsitzenden Stefan Thomas zu einem Besuch seiner Arbeitsstätte. Stefan Thomas ist Strömungswächter beim Netzdienstleister Syna GmbH in Frankfurt-Höchst und sorgt dafür, dass Menschen im großen Einzugsgebiet möglichst lückenlos und energieeffizient täglich mit Strom versorgt sind. Hier gehts zum Bericht.