KAB Langendernbach

Der Vorsitzende ist Toni Weyer.

Zu erreichen unter 06436/3503 oder per 
Mail langendernbach@kablimburg.de

 

Gründung und Geschichte

Aus der Kirchenchronik: Beginn 1911 unter Pfarrer Dr. Luschberger. Er war in der Pfarrei Langendernbach von 1899 -1919 Pfarrer. Langendernbach hatte 1912 40 und 1930 24 Mitglieder.
„Der Maurerstand. Von den Jünglingen gehen die meisten noch hinaus ins Niederland als Maurer und Stukkateure, wie wohl in den letzten Jahren auch mehrere Betriebe hier in Angriff genommen worden sind - so die Tongrube an der Gemündener Grenze, die 1900 eröffnet wurde und etwa 40 Arbeiter 40 Waggons Klopfsteine liefern. In jedem Bruch sind etwa 80 bis 100 Leute beschäftigt - sogar waren 1912 etwa 40 Italiener dort eingestellt, die jedoch nicht lange standhielten. Es ist eine wichtige und ebenso für die Zukunft, kluge Vorsorge diese Betriebe möglichst mit einheimischen Arbeitern zu besetzen. Für die nach auswärts Abwandernden wird immer wieder angeregt darauf zu achten, sich daheim, wenn auch nur einen kleinen Besitz, Haus und Acker zu führen, damit in Zeiten schlechter Baukonjunktur sie daheim noch einen Hinterhalt haben und auch die Frauen sie bestellen können - sie mit der Heimat verbunden bleiben - und nicht so leicht in Gefahr kommen, durch Stadtparolen Zwist zu vermehren, die von den draußen arbeitenden Söhnen in der Familie treu bleiben und ihren Verdienst sparsam zusammen halten und der Familie zuwenden, als sind etliche Familien zu sehr schönem Wohlstand empor gekommen. Die Fürsorge für die Abwandernden wird viel besprochen und angeregt - doch ist noch kein rechter Zug in der Sache, weil der Gedanke der christlichen Organisation noch nicht so recht volkstümlich geworden ist.“

Katholischer Arbeiterverein

Um all diesen Gefahren zu begegnen und dem Eindringen der Sozial-Demokratie insbesondere zu begegnen und unsere Katholische Arbeitnehmerschaft auf die geistige Höhe zu führen um ihre Standes Interessen zu erkennen und zu wahren und zur Abwehr der Gefahren sie auf die Schancen zu führen - mühte ich mich anno 1907 einen katholischen Arbeiterverein zu begründen. Anfangs war rege Begeisterung dafür, jedoch mit dem Niedergang der christlichen Gewerkschaft, ließ auch das Interesse für den Arbeiterverein sichtlich nach - wozu noch ein Krach im Verein selbst kam anläßlich der Frage, ob ein Weihnachtstheater bei Gastwirt Zaun, dem Vereinswirt, der nur noch einen kleinen Saal und eine alte Bühne hatte oder bei Gastwirt Becker der 1906 seinen neuen Saal und neue Bühne eröffnet hatte. Da wir uns für den letzteren entschieden, verließen uns einige um ihrem persönlichen Ärger damit Ausdruck zu verleihen. Der katholische Arbeiterverein war nun Jahre lang recht unansehnlich. Er zählte kaum noch 30 Mitglieder von ehedem 70 Mitgliedern. Oft kamen wir nur mit 10 oder 15 Mann zusammen und hielten jedoch all die Jahre fest und treu zusammen mit meistens älteren Mitgliedern - bis endlich im Jahre 1912 bei der Umgestaltung des Krankenkassenwesens der Präses Pfarrer Fischbach auf den Vorschlag kam eine Hilfskrankenkasse zu errichten - im Anschluss an die gesetzliche noch anerkannte und im bestehende garantierte Düsseldorfer Hilfskrankenkasse der Katholischen Arbeitnehmer Vereine und der christlichen Berufsverbände. Dieser Gedanke wurde aufgenommen und im November 1912 die jetzige Hilfskrankenkasse mit 46 Mitgliedern eröffnet - womit zugleich neues Leben in den Arbeiter-Verein floss - insofern als auch eine Anzahl Jünglinge sich demselben anschloss - hoffentlich zu gutem Gedeihen und Fortschritt des Arbeiter Vereins. Gerade die Jugend versagt in der so notwendigen sozialen Aufklärungsarbeit und ist oft allerwärts in Klage - in der bei den Volksvereins Versammlungen noch bei den Arbeitervereinen oder der Politik ist die Jugend zu finden. Daher kommt es auch, daß die in letzter Zeit wieder mehrfach gebotenen Anregung zur Begründung der christlichen Gewerkschaft keine Folge gegeben wird. Wohl ist sie in Wilsenroth wieder eingerichtet mit ca. 90 Mann - nicht hier. Dagegen lässt dort der christliche Arbeiterverein wieder nach - trotz der Vereinsfahne die 1911 eingeweiht wurde.“

Der Verein heute

Unser Verein hat zum heutigen Zeitpunkt 40 Mitglieder. Im Winterhalbjah r haben wir jeweils drei Bildungsabende von verschiedenen Referenten. Themen sind: Kirchliches und Soziales. Unsere traditionelle jährliche Maiandacht mit Wallfahrt zum Blasiusberg besteht nun schon ca. 20 Jahre und erfreut sich in Gemeinschaft mit den Senioren von Rhein - Main großer Beliebtheit. Unsere größte Aktion liegt auf der Hilfe für Kinder in Not. Anbei einen Überblick über unsere Arbeit. Die Gelder, die wir an Kinder in Not überweisen konnten, stammen aus dem Erlös unsrer sogenannten „Roggensäcke“ gleich Wärmespenderkissen, diese werden in ehrenamtlicher Arbeit in vielen Stunden hergestellt und verkauft. Im Jahre 1993 wurde Elly Jung zur Vorsitzenden gewählt. In den Jahren von 1993-2002 sind unter der Vorsitzenden Elly Jung 1400 DM an das Weltnothilfswerk, 9125 DM an das Kinderdorf in Peru und 1090 DM an die Lebenshilfein Limburg gegangen. Hinzu kamen Spenden an verschiedene Institutionen wie Tschernobilopfer, Bulgarische Kinder, SOS Kinderdorf Kloster Wolga Transporthilfe Russland, Carreras Stiftung Caritas und ein Herz für Kinder insgesamt 1661,50 DM. Zusammen wurden in neuen Jahren 13.358,50 DM gespendet.
Ende 2002 hat der Verein 42 Mitglieder.

 

 

Vorsitzendevonbis
Elly Jung19932002

 

 

Präsidesvonbis
Pfarrer Josef Luschberger19071919
Pfarrer Fischbach19191933
Pfarrer Hermann Weidenfeller19331946
Pfarre Wilhelm Schneider19461964
Pfarrer Franz Henke19641976
Pdarrer Dieter Klug1976