KAB Bezirksverband Limburg zeigte starke Präsenz am 1. Mai

Arbeit muss menschenwürdig sein!

Der DGB Kreisverband Limburg-Weilburg mobilisierte am Sonntag, den 1. Mai 2016 Mitgliedsgewerkschaften, kooperierende Sozialverbände wie die den Bezirksverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und weitere solidarische Kolleginnen und Kollegen. Es herrschte zwischen den Organisationen und Gewerkschaften absolute Einigkeit, dass es „Zeit für mehr Solidarität“ (DGB)  ist und dass Arbeit menschenwürdig sein muss (vgl. KAB). KAB-Bezirkssekretär Martin Mohr sprach vor der vollbesetzten Versammlungsfläche einen kämpferischen Redebeitrag.

Der solidarische Schulterschluss zwischen den DGB-Gewerkschaften, einigen politischen Parteien mit ihren Arbeitnehmerflügeln und Sozialverbänden wie die KAB ist intakt. So jedenfalls wurde der 1. Mai 2016 auf dem „Kaufland“-Gelände in Limburg gelebt. Gerhard Blankenburg, DGB-Kreisvorsitzender Limburg-Weilburg konnte neben der Arbeitnehmer/innenschaft auch (weitere) bedeutsame Größen aus Politik und Gesellschaft begrüßen.  Darunter waren der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rabanus und der neugewählte Limburger Bürgermeister, Dr. Marius Hahn.

Die Hauptrede hielt Dr. Hejo Manderscheid, Direktor des Caritasverbandes für die Diözese Limburg e. V. und Sprecher des Bündnisses für Soziale Gerechtigkeit Hessen. Er rechnete mit der Kapitalakkumulation der Bankenwirtschaft und den immer reicher werdenden Wenigen sehr scharf ab. „Die Politik tut alles, um die Bewertungsfreiheit des Kapitals zu sichern, gesteht aber immer Menschen diese Freiheit nicht mehr zu“, verurteilte Manderscheid diese wachsenden Zäune und Mauern. Er griff auch immer wieder auf die Positionen und den Aufruf der KAB zum 1. Mai 2016 zurück. Der Maiaufruf der KAB Deutschlands 2016 in voller Länge:     http://www.kab.de/nc/presse/news-uebersicht/detailansicht/article/kab-zum-1-mai-1250EUR-mindestlohn/

So forderte Manderscheid entsprechend den KAB-Positionen die Anpassung des Mindestlohnes auf 12,50€ und erteilte der Rente mit 70 eine ganz klare Abfuhr, da sie die Altersarmut nicht verhindert, sondern fördert.

KAB-Bezirkssekretär Martin Mohr appellierte in seine Rede, dass Arbeit menschenwürdig sein muss. „Trotz guter wirtschaftlicher Lage müssen deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem Mindestlohn auskommen, der unter der Armutsgrenze liegt“, mahnte Mohr an und forderte eine erhebliche Anhebung des Mindestlohnes auf 12,50€ ein. „Menschenwürdige Arbeit braucht gerechte Löhne!“, so der KAB-Sekretär. Da nach der Überzeugung der KAB Zeitsouveränität Bestandteil menschenwürdiger Arbeit ist, machte sich Mohr für eine 30-Stunden-Woche stark mit dem Ziel: Menschenwürdige Arbeit für alle. Damit einhergehend auch die Verbesserung der Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau. Und schließlich: „Der KAB Bezirksverband Limburg fordert die Bundesregierung auf, die bisherigen Gesetzesvorschläge zur Leiharbeit und Werkverträgen und die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag endlich umzusetzen, damit soziale Sicherheit und betriebliche Mitbestimmung für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erreicht werden“, machte Mohr unmissverständlich klar.

Lebhafte Frequentierung erfuhr der Aktionsstand des KAB-Bezirksverbandes auf dieser Maikundgebung. Viele Fragen der Besucher/innen konnten beantwortet werden, jede Menge Postkarten der KAB-Aktion zur Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe wurden ausgefüllt und Fahrpläne für „Gut wirtschaften“ (mehr zum Thema: http://www.kab.de/nc/themen/kab-jahresthemen-2012-16/gut-wirtschaften/ ) ausgefüllt.


„Gottes Geist schafft neues Klima“

Vertrauensfrauen und Vertrauensmänner des KAB-Bezirksverbandes Limburg reflektieren ihr Engagement auf dem Hintergrund der Botschaft des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit.

 

Limburg, 15.4. 2016       
 Karin Seck (Oberselters), geistliche Begleiterin des KAB-Bezirksverbandes Limburg, sowie Maria Borkert, Mitarbeiterin im Bezirks- und Diözesanbüro Limburg und Diakon Bernd Hannappel, pädagogischer Leiter im Limburger Walter-Adlhoch-Haus (weiter Infos: http://www.caritaslimburg.caritas.de/hilfeundberatung
/fuerwohnungslose/fuerwohnungslose.aspx ) freuten sich sichtlich über den guten Zuspruch. Viele Vertrauensfrauen und Vertrauensmänner der KAB zwischen Dill und Lahn waren ihrer Einladung gefolgt. Sie begannen ihr Besinnungs- und Schulungstreffen mit einer Gesprächsrunde zu aktuellen KAB-Aktionsanliegen zu den Themen „Nein zu Ceta & TTIP“ und „Wiederherstellung der Parität in der gesetzlichen Krankenversicherung“ mit dem neuen Bezirkssekretär Martin Mohr.

Für die engagierte Theologin Karin Seck ist es wichtig, dass „Barmherzigkeit“ eine ganzheitliche Bedeutung hat. Mit einer Bildbetrachtung zu Bildern des verstorbenen „Künstler-Pfarrers“ Sieger Köder nahm sie die Anwesenden mit hinein in die tiefe Aussagekraft des Begriffes der Barmherzigkeit, der zu einer Weite hin zu den konkreten Lebenswelten und -vollzügen aller Menschen führt.

Für das ehrenamtliche Engagement der KAB-Vertrauensleute war dieses Treffen ein sehr wertvoller Impuls, denn es gilt für sie, immer wieder mit geduldiger und lebensbejahender Initiative zu den Menschen aufzubrechen, egal ob sie mitten im Berufs- und Familienleben stehen oder einsam und krank sind.    


"Wir können uns zu 100% auf euch verlassen - gerne zeichnen wir die Jubilarinnen und Jubilare des KAB Ortsvereines Elsoff aus"

Brigitta Güth ehrt verdiente Mitglieder

KAB-Bezirksvorsitzender Winfried Oster und die stellv. Vorsitzende, Brigitta Güth, ehren 50- und 60jährige Jubilarinnen und Jubilare 

Elsoff, 8.3.2016 Gleich mehrere Jubilarinnen könnten die Bezirksvorstandsmitglieder Brigitta Güth und Winfried Oster heute ehren. Anlässlich der Jahreshauptversammlung kamen die Mitglieder in das Pfarrheim Elsoff zusammen um lanjährige Mitglieder zu ehren. "Das ist uns eine Ehre und wir achten euer Engagegement mit Respekt", so Oster in seiner Laudatio.


Erklärung des KAB-Bezirksverbandes Limburg zur Flüchtlingssituation

Erklärung des KAB-Bezirksverbandes Limburg zur Flüchtlingssituation

 

Waldbrunn-Lahr/ Westerwald-Kreis/ Region Limburg.

Der christliche Sozialverband Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) ruft dazu auf, sich für ein "Klima des Willkommens" einzusetzen und Flüchtlingen zu helfen. "Als christlicher Verband ist es unsere Pflicht, diesen Menschen helfend zur Seite zu stehen und sie dabei zu unterstützen, hier eine neue Heimat zu finden. In unserer Nachfolge Jesu zeigt sich die Nächstenliebe im Umgang mit allen Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe und Geschlecht", heißt es in einer Stellungnahme des Verbandes, die am 14.11.2015 auf dem Bezirkstag in Lahr beschlossen wurde. Wir, der KAB-Bezirksverband Limburg (Katholische Arbeitnehmer Bewegung Limburg), stellen fest, dass der aktuelle Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen stellt: Wir sind erfreut und dankbar, dass so viele Menschen selbstverständlich und selbstlos ehrenamtlich helfen, um die größte und unmittelbare Not vieler Flüchtlinge zu lindern. Wir sind besorgt, dass unsere Kommunen und deren Verwaltungen zunehmend an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stoßen. Wir sind erschrocken über die zunehmende Aggression und Gewalt gegenüber Flüchtlingen durch eine Minderheit in unserem Land. Wir sind entsetzt, dass in der Politik in Europa und auch in Deutschland zunehmend wieder über Abschottung und die Errichtung von Grenzen, Mauern und Zäunen debattiert wird. "Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze, das gilt auch für Flüchtlinge, die aus der Hölle eines Bürgerkriegs zu uns kommen "(Zitat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel). Die Standards des Völker- und Menschenrechts müssen eingehalten werden. Wir fordern deshalb von den Verantwortungsträgern in Politik, Kirche, Wirtschaft und Verwaltungen:1. Unbedingte Ausrichtung an der Menschenwürde bei allen Maßnahmen in                   Bezug auf Flüchtlinge.2. Entschiedenes Entgegentreten gegenüber jeder Form von Bedrohung, Gewalt           und dem dahinter stehenden faschistischen Gedankengut in Bezug auf                     Flüchtlinge.3. Stärkere Unterstützung der Kommunen durch Bund und Land.4. Schaffung einer Struktur zur Koordination und Unterstützung von                           ehrenamtlichEngagierten.5. Entwicklung von Strukturen zur Integration von Flüchtlingen, die mittel-                 und langfristig bei uns bleiben.6. Die Fluchtursachen bekämpfen, die dazu führen, dass Menschen fliehen: Bei             uns (Waffenexporte, Ausbeutung von Ressourcen, usw..) und in den Ländern aus     denen die Menschen flüchten müssen.

 

 


KAB Bezirkstag setzt auf menschenwürdiges Arbeiten

Maßstab Mensch


Die Wertschätzung menschlicher Arbeitskraft stand im Mittelpunkt des Bezirkstages 2013 der KAB Limburg (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) am Samstag, 23. November, in Fussingen. Umbrüche in der Arbeitswelt, das Bestreben, Interessen und Bedürfnisse nachfolgender Generationen in die Überlegungen bewussten Lebens und Arbeitens einzubinden, menschliche Grundbedürfnisse sowie Verteilungsgerechtigkeit zwischen Mann und Frau und Jung und Alt waren Kernthemen der Veranstaltung. Gekommen waren etwa 80 delegierte Mitglieder und Vorsitzende aus den einzelnen Bezirksverbänden aus dem Bistum Limburg, um sich über ihre Erfahrungen in der ehrenamtlichen Verbandsarbeit auszutauschen und neue Aufgaben und Ziele der KAB Limburg zu formulieren. Während des festlichen Eingangsgottesdienstes in der katholischen Pfarrkirche St. Leonhard ermunterte Pfarrer Walter Henkes die Teilnehmer, ihren eigenen Glauben mit in die Arbeit zu integrieren. "Gesegnet sei die christliche Arbeit. Wir Christen zeigen Einsatz, arbeiten und treten dafür ein, dass jeder für sich selbst sorgen kann." Wer arbeiten kann, solle es auch tun und dürfen. "Die KAB engagiert sich für einen Rechts- und Sozialstaat, in dem der einzelne Arbeiter gestärkt wird und Hilfe bekommt, wenn es einmal eng wird."

Jahresthema 2013:

Richtig steuern In einem Vortrag zum KAB-Jahresthema 2013, "richtig steuern", präsentierte Erna-Kathrein Groll, Landesvorsitzende der KAB Bayern, ihre persönliche Vorstellung von gelingender Verbandsarbeit. Deren Ziel sei es, auch den "kleinen Leuten" in der Gesellschaft eine Stimme zu geben und Armut beim Namen zu nennen, wo sie ein "würdiges Leben" einschränkt. Erna-Kathrein Groll benannte Umstände, die Menschen in ihrem Dasein tagtäglich beeinträchtigen können: Arbeitslosigkeit, der Gang zur Tafel, weil der Monatslohn nicht ausreicht, um die Familie zu ernähren, Krankheit oder die Scham und Scheu zum Amt zu gehen, um Gelder zu beantragen. "Diesen Menschen muss geholfen werden", appellierte die Referentin. Der Maßstab für soziale Gerechtigkeit sollten die Ärmsten der Armen sein. "Heute müssen immer mehr Menschen mit einem geringen Einkommen aus Leih- oder Zeitarbeit, befristeter Beschäftigung, Teilzeitarbeit, Ich-AGs, Mini-Jobs, Ein-Euro-Arbeitsverträgen oder einem Praktikum auskommen. Solche prekären Jobs nehmen zu und werden mehr und mehr zu einem Massenphänomen", so Erna-Kathrein Groll. Hier müsse die KAB mit Forderungen nach einem gesetzlichen Mindestlohn, einer für alle geltenden Bürgerversicherung, betrieblichen Mindestbestimmungen, Sonntagsschutz und einem garantierten Grundeinkommen ansetzen. "Der Maßstab ist der Mensch als Dreh- und Angelpunkt von sinnstiftender und verlässlicher Arbeit", so die bayerische Landesvorsitzende.

Wortmeldungen:

Gute Ideen gehören unter das Volk Während der anschließenden Diskussion ging es um die zukünftige Ausrichtung der Arbeit der KAB. Die KAB dürfe, so eine Teilnehmerin, mit ruhigem Gewissen lauter werden, wenn es darum ginge, den Sonntag als Ruhetag zu schützen. Die KAB müsse ihre Vorstellungen vom Grundeinkommen in die Gesellschaft tragen. Und: Alle in der KAB seien aufgefordert, Menschen an die Hand zu nehmen und Hilfestellungen dort zu leisten, wo guter Rat benötigt wird und nichts kosten darf - etwa beim Ausfüllen von Sozialanträgen und Rechtsberatungen.

Solidarisch und "sinnvoll leben"

Als das zentrale Prinzip der Soziallehre der Kirche wurde an diesem Tag die Solidarität - im Kontext von Personalität, Subsidiarität und Nachhaltigkeit - benannt. Solidarität als Haltung, sich mit den jetzt und zukünftig lebenden Menschen zu verbinden. Darum ging es dann auch in den vielfältigen Beratungen, Diskussionen und Abstimmungen. "Nicht jeder Einzelne ist seines Glückes Schmied, sondern die Gemeinschaft muss tragen und zusammenführen, was zusammen gehört", so Winfried Oster, Bezirksvorsitzender der KAB. Er würdigte einzelne KAB Mitglieder für ihre 50-jährige Mitgliedschaft und ihren unermüdlichen Einsatz. Zahlreiche Vereine wurden für ihre erfolgreiche Mitgliederwerbung ausgezeichnet. Der nächste Bezirkstag wird im Herbst 2014 unter dem Jahresmotto "sinnvoll leben" stattfinden.


Besuch der Delegation der christlichen Arbeiterbewegung aus Brasilien

Dom Limburg

Sich besser kennenlernen und voneinander lernen sind die Motive des Besuchs einer dreiköpfigen Delegation der (MTC), der christlichen Arbeiterbewegung aus Brasilien, bei deren Partnern von der KAB Rhein - Main, mit der sie eine bereits dreißigjährige Partnerschaft verbindet. Im Juli 2013 waren die hauptamtliche MTC-Geschäftsführerin Marileá Darmasio Da Silva, José Ferreira als geistlicher Begleiter der MTC Brasilien sowie Marcelino Almeida, stellvertretender Geschäftsführer der MTC Brasilien, in Deutschland zu Gast. Nach der Teilnahme am diesjährigen Welttreffen der christlichen Arbeitnehmerbewegungen (WBCA - MTTC) in Haltern/NRW, besuchten die Delegierten im Anschluss das Bistum Limburg Neben einem umfangreichen Programm mit Möglichkeiten der Begegnung im Rhein-Main-Gebiet, fand ein Gespräch im Referat Weltkirche statt. Dabei wurde über die vielfältigen Aktivitäten der "Eine Welt Arbeit" im Bistum Limburg, aber auch über die Arbeit der MTC Brasilien in Kirche und Gesellschaft berichtet. Ein reger Austausch über die Bedeutung von Basisgemeinden in Brasilien und ersten Erfahrungen mit kleinen Christlichen Gemeinschaften im Bistum Limburg war ebenso aufschlussreich wie das Gespräch über die Auswirkungen der Globalisierung auf die Arbeitsbedingungen der Menschen in Brasilien und Deutschland. So sind sie insbesondere im Bildungsbereich tätig und setzen sich z. B. in Stadtparlamenten für die Rechte der Arbeitnehmer und Armen ein. Fußend auf der katholischen Soziallehre, ist es den Vertretern der christlichen Arbeiterbewegung wichtig, die Mission Jesu fortzuführen und als Teil der Kirche nicht nur an einem solidarischen Wirtschaftssystem zu arbeiten, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken. Im Anschluss an das Gespräch mit dem Referat Weltkirche besuchte die Delegation das KAB Diözesanbüro Limburg. Diözesansekretär Paul Erbach berichtete kurz über seine vielfältigen Aufgaben. Pfr. Albert Keller, der lange Jahre in Brasilien lebte, fungierte bei der anschließenden Stadt- und Domführung als Dolmetscher. Nach einer Stärkung fuhren die Gäste zurück nach Flörsheim, wo sie sich zu einem Gedankenaustausch mit Verantwortlichen des KAB DV Limburg und des KAB DV Mainz trafen.