Erfolgreiche "Zukunftswerkstatt" mit vielen KAB-Ehrenamtlichen mit richtungsweisenden Ergebnissen

Liebe Freundinnen und Freunde der KAB im Diözesanverband Limburg,

sehr geehrte Damen und Herren,

 am Samstag, den 20. Februar 2016 fand im Wilhelm-Kempf-Haus, Wiesbaden-Naurod, eine "Zukunftswerkstatt" statt.  
Wir haben die Veranstaltung um 9.30 Uhr mit einem Stehkaffee begonnen, und sind um 10.00 Uhr ins Programm eingestiegen. Unterbrochen wurde die Veranstaltung durch das gemeinsame Mittagessen und um 16.15 Uhr wollen haben wir die Veranstaltung beendet.
Es war sehr wichtig, dass wir als Moderator für diese Veranstaltung Herrn Peter Weisser (zur Person:  http://www.kifas.org/institut/team/ ) von der kifas gemeinnützige GmbH - KAB-Institut für Fortbildung & angewandte Sozialethik in Waldmünchen (weitere Informationen: http://www.kifas.org/ ) gewinnen konnten.

Die Veranstaltung war für alle Teilnehmer/innen kostenlos.

Eine „Zukunftswerkstatt“ – warum und mit welchem Ziel?

-  Seit mehreren Generationen sind wir Bewegung für soziale Gerechtigkeit. Wir engagieren uns gemeinsam und erfolgreich für eine solidarische und gerechte Gesellschaft. Dabei steht der Mensch im Mittelpunkt. Unseren sozialpolitischen Einsatz für eine solidarische und gerechte Rente, unser entschiedenes Eintreten für den Erhalt des immer mehr in Frage gestellten Sozialstaates, unser Eintreten für den Erhalt des arbeitsfreien Sonntags, unsere gelebte politische Spiritualität, die uns Kirche für die arm Gemachten sein lässt, unsere hochqualifizierte und kompetente Beratung in Fragen des Arbeits- und Sozialrechts, unsere Solidarität als internationale Bewegung für und mit unserer Solidaraktion „Weltnotwerk“, unsere interessanten und geselligen Fahrten und Unternehmungen oder zum Beispiel auch unsere Bildungsabenden, Seminare und Einkehrtage, die den Menschen zu einem gelingenden Leben helfen. All dies sind einige Beispiele unserer Arbeit, auf die wir alle, egal, ob und wie wir in der KAB aktiv sind, durchaus auch stolz sein und werbend mit diesen Angeboten auf jene Menschen zugehen dürfen, die noch nicht Mitglied unserer Solidargemeinschaft sind.

Wir sind in unserem Diözesanverband sehr unterschiedlich geprägt und leben und arbeiten in sehr unterschiedlichen Einzugsbereichen, Zusammenhängen und unter verschiedenen Voraussetzungen. Wir wohnen in ländlich geprägten Gegenden, oder mitten im Ballungsraum oder vielleicht in der Peripherie eines solchen. Aus der Natur der Sache haben wir ganz verschiedene Mentalitäten und Prägungen. Wir sind ein Verband, der aus Mitgliedern mehrerer Generationen besteht. Das alles macht unsere gemeinsame Arbeit sicherlich nicht immer einfach und ist eine Herausforderung für die Kommunikation untereinander. Es ist aber zugleich auch eine ganz große Chance, die wir für uns nutzbar machen müssen. Aus unserer bunten Verschiedenheit heraus haben wir das große Potenzial an unterschiedlichen Fähigkeiten, Erfahrungshorizonten, an Wissen, Dynamik und Kompetenzen.

Zugleich spüren wir aber auch ganz deutlich, dass sich vieles der Kirche, Gesellschaft, in der Arbeitswelt und in der Politik rasant wandelt und im Umbruch begriffen ist. Wir spüren diesen Wandel auch in der KAB, in unserem Diözesanverband, in den Bezirksverbänden, in unseren Ortsvereinen und in unserem  ganz nahen Umfeld.  

Wie wollen wir in Zukunft KAB sein?

Was ist uns für die künftige KAB-Arbeit wichtig?

Was ist das „große Ganze“, das uns verbindet und unsere gemeinsame   Mitte ist?

- Auf welches Ziel hin wollen wir gemeinsam hin arbeiten?

Dies sind einige der Fragen, die uns bei dieser „Zukunftswerkstatt“
am 20. Februar 2016 in Naurod geleitet haben.

Wir gingen mit Zuversicht, vielen positiven Gedanken und kreativen Ideen in diese Veranstaltung hinein und haben uns eine für die Zukunft gut aufgestellte KAB in unserem Diözesanverband gestalten lassen!

Wir erstellen derzeit eine umfangreiche Dokumentation der Veranstaltung und eine Zusammenfassung der Umsetzungs- und Handlungsansätze uns werden diese bald veröffentlichen.

Beste Grüße,

der Diözesanvorstand der KAB Limburg


Fahrt nach Oberfranken

Nassauische Neue Presse 20.10.2015

Limburger KAB-Reisegruppe

Schöne Tage in Oberfranken

20.10.2015 Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Limburg war auf den Spuren der Franken unterwegs. Die KAB-Reisegruppe aus Limburg bei den Wasserspielen im Schloss Seehof bei Bamberg.

Wunderschöne Tage verlebten die Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung des Diözesanverbands Limburg bei ihrer Kultur- und Begegnungsfahrt nach Oberfranken. Bereits auf der Anreise nach Breitengüßbach feierte die Reisegruppe nach einer eindrucksvollen Führung und Besichtigung des Klosters Ebrach einen Gottesdienst mit KAB-Bezirkspräses Walter Henkes.

In den folgenden Tagen besuchte die Gruppe Kloster Banz, Coburg, Bayreuth, Vierzehnheiligen und Bamberg und erfuhr unter fachkundiger Führung viel Geschichtliches und Kunsthistorisches über die besichtigten Klöster und Städte.

Auch eine Besichtigung des Korbflechtmuseums in der Korbmacherstadt Lichtenfels stand auf dem Programm. Der „fränkische Abend“ mit Weinprobe bei der singenden Wirtin Inge Haderlein sowie eine Floßfahrt auf dem Main sorgten für Spaß und Unterhaltung und rundeten das Programm zur vollen Zufriedenheit aller Teilnehmer ab.

Der Organisator und Reiseleiter dieser Fahrt, der Diözesanvorsitzende der KAB Limburg, Winfried Oster, erntete für die Planung und reibungslose Durchführung viel Lob der Teilnehmer.

Im nächsten Jahr ist für Ende August eine Fahrt in die Lüneburger Heide geplant.


KAB Bezirkstag in Girkenroth am 01.12.2014

Sonntags geöffnet

Nassauische Neue Presse vom 01.12.2014

 

Verwaltungsgerichtsurteil Kampf um den Sonntag

 

Der arbeitsfreie Sonntag muss wieder in der Gesellschaft verankert werden – das forderten die Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Limburg jetzt auf ihrem Bezirkstag in Girkenroth.

Scharf kritisiert wurden zudem die teilweise auf 24 Stunden ausgedehnten Ladenöffnungszeiten. Sie seien volkswirtschaftlich sinnlos und führten für die betroffenen Arbeitnehmer zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen.

Bäckereifachverkäuferinnen müssen (oder dürfen) weiterhin sonntags arbeiten. Denn frische Brötchen sind laut Bundesverwaltungsgericht »besondere Bedürfnisse der Bevölkerung«.

Limburg/Girkenroth. 

Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig, die Ausweitung der Sonntagsarbeit einzudämmen, sei ein „positiver Erfolg“, rief Bernhard Schiederig von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Zuhörern zu. Es sei richtig, dass etwa Videotheken, Bibliotheken und Call-Center sonntags künftig geschlossen blieben, weil den Bundesrichtern zufolge hierbei nicht die „besonderen Bedürfnisse der Bevölkerung gedeckt“ werden. Mit dieser Entscheidung wird eine 2011 von der damaligen CDU/FDP-Landesregierung für Hessen verabschiedete Verordnung unwirksam, wonach zahlreiche Ausnahmeregelungen die Sonntagsarbeit ermöglicht hatten.

Zwar unterstütze das Urteil der Bundesverwaltungsrichter das Ziel der „Hessischen Allianz für den freien Sonntag“, in der sich kirchliche und gewerkschaftliche Gruppierungen zusammengeschlossen haben. „Aber der Weg ist noch lang und schwierig“, dämpfte Schiederig die Erwartungen.

Junge sollen umdenken

Die Aufgabe der Allianz bestehe jetzt darin, gerade bei jungen Menschen ein Umdenken zu befördern. Denn „die sprechen nicht mehr unsere Sprache“, seien anders sozialisiert und wären nicht mehr in der Lage, die virtuelle und wirkliche Gesellschaft voneinander zu trennen. Zusammenhalt und Familienleben hätten für sie keinen besonderen Stellenwert. In der Lebenswirklichkeit junger Männer und Frauen gelte der als modern, der sich zu jeder Zeit „ein vielfältiges Warenangebot über das Internet besorgt“. Und „wer am Sonntag nicht shoppen geht, der will mit kostenlosen Events unterhalten werden“, sagte der Gewerkschafter.

 

Dieser Entwicklung müsse entgegengesteuert werden – auch wenn man dann häufig als „ewig Gestriger“ beschimpft werde. Dabei sei der arbeitsfreie Sonntag im Grundgesetz festgeschrieben, denn die Allianz fordere keineswegs etwas Neues, sondern lediglich die Einhaltung des Vorhandenen. Das aber werde in der Öffentlichkeit oftmals nicht richtig dargestellt, meinte Schiederig. So sei zu befürchten, dass auch nach dem Leipziper Richterspruch die „Ausstrahlkraft“ gering bleibe. Wenige Politiker trauten sich, dieses „heiße Eisen“ anzupacken und die Sonderregelungen für verkaufsoffene Sonntage zu überarbeiten. Die Voraussetzung sei derzeit, dass am gleichen Ort eine große Veranstaltung stattfindet, referierte der Verdi-Sprecher. In der Praxis liefe es aber nicht selten andersherum: „Die Läden sind offen, und man macht eine Alibi-Veranstaltung.“ Hier sei weiterhin „massiver Druck aus den Verbänden“ nötig. Denn den Politikern „fehlt Bekennermut“, rief er. „Wir müssen diese Lethargie durch einen Dauerkampf lösen!“

 

Familie und Verein

Der Sonntag müsse weiterhin als Tag der Ruhe und „wirksamen Unterbrechung vom Alltag“ gelten, forderte er. „Der Sonntag muss Platz bieten für andere physische und psychische Aktivitäten“, und der Sonntag müsse wieder als Familientag etabliert werden. „Wann sonst sollen Familien denn etwas gemeinsam unternehmen?“ Und, fügte eine Teilnehmerin des KAB-Bezirkstags hinzu, man könne auch mit einer Partie „Mensch-ärgere-dich- nicht“ den Sonntagnachmittag „rumbringen“. Schiederig zufolge gerät allerdings das ganze gesellschaftliche Leben durch die zunehmende Sonntagsarbeit in Schieflage, was beispielsweise bereits Vereine spüren würden. Fußballmannschaften könnten nicht mehr auflaufen, weil die Spieler sonntags arbeiten müssen, berichtete er.

Es müsse endlich deutlich werden, dass die meisten an Sonntagen erbrachten Arbeitsleistungen nicht notwendig seien, meldete sich ein anderes KAB-Mitglied zu Wort und schimpfte über den „Blödsinn mit den Sonntagsbrötchen“. Die junge Frau, die hier im Laden stehe, könne ihre Zeit sicher sinnvoller verbringen, erklärte er unter großem Beifall der Zuhörer, die sich auch entschieden gegen die gelockerten Ladenöffnungszeiten aussprachen. Man könne durchaus von montags bis freitags bis 20 Uhr und samstags bis 16 Uhr seine Einkäufe erledigen, stimmte auch Bernhard Schiederig zu. Wer das nicht schaffe – wie er immer wieder in Gesprächen mit Zeitungsreportern höre – dem sage er: „Dann müssen Sie Ihre warme Mulde eben früher verlassen“, denn für die Verkäuferinnen würde der Arbeitstag am frühen Morgen beginnen.

Vorbild Bayern

Diese Meinung vertrat auch Alfred Rompel von der KAB Lindenholzhausen: Jeder könne durch sein eigenes Kaufverhalten die Ladenöffnungszeiten beeinflussen. „Wenn in Limburg Oktoberfest ist und keiner geht hin, dann merken die vielleicht was“, rief er und legte nach: „Die Bayern machen es uns vor: Da schließen die Läden um 20 Uhr. Und die schaffen es, bis dahin einzukaufen.“

 

Von Anken Bohnhorst-Vollmer


Wallfahrt ins Kloster Marienthal

Pressemitteilung


Unter dem Thema " Gut wirtschaften" hatte der Diözesanverband Limburg der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) die Mitglieder aus den Ortsvereinen zu einer Wallfahrt ins Kloster Marienthal im Rheingau eingeladen.
KAB-Bezirkspräses Pfarrer Walter Henkes eröffnete gemeinsam mit Pater Bernold vom Kloster Marienthal, Pfr. Dieter Braun, Mengerskirchen-Winkels und Pfr. Albert Keller, Fussingen in der bis auf den letzten Platz gefüllten Wallfahrtskirche mit einem festlichen Gottesdienst die KAB-Wallfahrt.
In seiner Predigt gab Pfr. Walter Henkes zu bedenken, dass zu "Gut wirtschaften" auch das Erzielen von Gewinnen durch die Unternehmen gehöre. Dazu gehöre aber auch, dass die Arbeitnehmer, die zu diesen Gewinne maßgeblich beitragen, auch entsprechend am Erfolg beteiligt werden. Wer mit dem Lohn seiner Arbeit seine Familie ernähren könne, müsse auch nicht in andere Länder flüchten. Zu "Gut wirtschaften" gehörten auch gute Arbeitsbedingungen und für die KAB bedeute dies, dass der Sonntag frei von Arbeit und für die Familie da sei. Beim gemeinsamen Mittagessen im Pilgerheim bedankte sich der 1. stellv. KAB-Diözesanvorsitzende Winfried Oster (Waldernbach) für die gute Beteiligung der KAB-Mitglieder und versprach auch für 2016 wieder eine Wallfahrt nach Marienthal zu organisieren.
Im anschließenden Pilgerkreuzweg in der großzügigen Gartenanlage des Klosters wurde in Gebeten die Themen "Hilfsbereitschaft", "Ehrenamtlichkeit", "Konsumbe-schränkung" und "Verantwortung für die gesamte Schöpfung" und ihre Bedeutung für jeden Christen angesprochen.
In gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen wurden danach noch viele Gespräche geführt, bevor die Busse die Teilnehmer gegen 17.00 Uhr wieder in ihre Heimatorte zurück brachten.
Beigefügte Bilder zeigen:
· Der Gottesdienst in der Wallfahrtskirche
· Die Teilnehmer beim Pilgerkreuzweg
· Die Teilnehmer in gemütlicher Runde im Pilgerheim